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A2: Mehr Autobahn als Milch

Ernährung

„A2“-Milch ist keine bessere Alternative

Auf der Suche nach Alleinstellungsmerkmalen in einem gesättigten Markt drängt immer mehr A2-Milch in die Regale und wird schon als Marktnische für den Ausweg niedriger Milchpreise gehandelt. Mehr ist sie allerdings auch nicht. Das wusste vor fast fünf Jahren bereist der Auswertungs- und Informationsdienst (aid), der mittlerweile in das Bundeszentrum für Ernährung aufgegangen ist [1].

Das Kompetenzzentrum für Ernährung in Bayern (Kern) hat im Dezember zusammen mit Cochran Deutschland und der Universität Freiburg die Milchen erneut untersucht. Jede Milch ist eine Mischung aus A1 und A2-Milch. Der Den Unterschied macht die Stellung einer Aminosäure im Beta-Casein aus. Es gibt bei Milchrindern eine genetische Variante, die nur A2-Milch gibt. Bislang gibt es keine wissenschaftlichen Belege für eine bessere Verträglichkeit oder Hilfe bei Erkrankungen, wenn Menschen A2-Milch trinken.

Das hat die aktuelle Untersuchung von 31 Humanstudien zum Thema erneut gezeigt. Die Studienergebnisse waren widersprüchlich. Was die einen aufzeigten, haben andere Studien widerlegt. Die Bewertung wurde mit „GRADE“ durchgeführt. Das ist eine qualitative Vertrauenswürdigkeitseinstufung, die bei allen Studien maximal moderate, meist aber niedrige Bewertungen aufzeigte.

Lesestoff:

Kurzpublikation und Flyer finden Sie unter http://www.kern.bayern.de/wissenschaft/233438/index.php

Milch ist Milch: https://herd-und-hof.de/ernaehrung-/milch-ist-milch.html

roRo

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