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ADHS und Lebensmittel

Ernährung

Welche Lebensmittel befördern ADHS?

Schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurden Zusammenhänge zwischen Lebensmitteln wie Milch, Getreide, Eier und Fleisch und der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) beschrieben. Dr. Christina Clement und Prof. Dr. Christian Fleischhaker vom Verein für Unabhängige Ernährungsberatung (UGB) haben die Methode der oligoantigenen Diät für die Analyse eines Zusammenhanges beschrieben.

Meist kommen bei ADHS-Kindern pharmakologische und mit nicht-pharmakologische Behandlungen wie Verhaltens- und Ergotherapie zum Einsatz. Auch eine Supplementierung mit Mikronährstoffen und ungesättigten Fettsäuren werden durchgeführt. Das Thema Nahrungsmittelsensitivität hingegen fällt bei der Betrachtung oft heraus. Doch verschiedene Azofarbstoffe sowie Natriumbenzoat verstärken nach wissenschaftlichen Studien ADHS, worauf die EU mit einer Deklarationspflicht für Azofarbstoffe reagierte.

Clement und Fleischhaker beschreiben die oligoantigene Diät zur näheren Bestimmung einer Nahrungsmittelsensitivität.  Sie ist als Diagnosediät in den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgegesellschaften zwar aufgeführt, werde aber nur sehr selten im Zusammenhang mit ADHS angewandt.

Unter Aufsicht bekommen die Kinder vier Wochen lang Nahrungsmittel zu essen, die für den größten Teil der Bevölkerung nur ein sehr geringes allergenes Potenzial besitzt. Dazu gehören viel Obst und Gemüse, sowie glutenfreie Geteridearten. Kuhmilch, Soja, Eier und Nüsse werden ausgeschlossen. Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben eine Pause, weil der Körper viele Reaktionen auf unverträgliche Nahrungsmittel ausschalten kann. Zeigt sich in den ersten beiden Wochen keine Besserung, bekommen die Kinder weitere Lebensmittel vorgelegt. Das schließt dann mögliche Kreuzallergien mit ein. Erst wenn bei Vorlage weiterer Lebensmittel die Symptome noch immer nicht besser werden, kann ein Zusammenhang zwischen Ernährung und ADHS ausgeschlossen werden.

Eltern und Lehrer sind die Beobachter, ob sich die ADHS-Symptome verbessern. Auf dem Weg von der oligoantigenen Diät mit der stufenweisen Vorlage zur üblichen Alltagsdiät können Kinder auch Mindestverbesserungen zeigen. Dann ist das Lebensmittel identifiziert, dass im Zusammenhang mit ADHS beteiligt ist.

Lesestoff:

https://www.ugb.de/ernaehrungsberatung/adhs-ernaehrung-oligoantigene-diaet/

roRo

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