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"Ampelaus ein Sieg der Vernuft"

Ernährung

Linke fordern nationale Ampellösung

Die erste Lesung im Europäischen Parlament hat für das Aus Nährwertampel votiert. Der Deutsche Bauernverband sieht darin einen Sieg der Vernunft: „Um zu erkennen, was in den Lebensmitteln steckt, braucht es keine Bevormundung sondern klare und wahre Inhaltsangaben“, sagte Generalsekretär Dr. Helmut Born.
Als sinnvoll hat die auch Prof. Dr. Mathias Horst vom Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) die Entscheidung bezeichnet. Das europäische Parlament habe den Weg für eine sinnvolle Nährwertkennzeichnung frei gemacht.
Weiterhin begrüßt der BLL, die Klarstellung, dass bei unverpackten Lebensmitteln zwar Informatonen für Allergiker erforderlich sind, lose Ware aber von diesen „umfangreichen Kennzeichnungsvorgaben ausgenommen wird.“
Unzufrieden bleibt der BLL beim Votum zur Herkunftsangabe bei Zutaten von verarbeiteten Lebensmitteln. Verbraucher hätten dabei nichts gewonnen und die Hersteller höhere Produktionskosten. Vor Einführung dieser Vorgabe sollte eine Folgenabschätzung durchgeführt werden, so Prof. Horst.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner zeigte sich zufrieden, dass „Lebensmittel-Ersatzprodukte“ künftig deutlich mit dem Begriff „Imitat“ gekennzeichnet werden sollen.

Alleingang oder nicht?
Das Votum der ersten Lesung zeigt bei der Möglichkeit einer nationalen Ampelkennzeichnung unterschiedliche Lesarten. Für den BLL sei dieser Variante ein Riegel vorgeschoben worden. Damit erfülle die Lebensmittelkenzeichnungsverordnung eine europaweite Einheitlichkeit.
Karin Binder, Obfrau der Fraktion der Linken, sieht allerdings noch eine Chance. Eine Nährwertampel für Deutschland sei möglich, sofern diese den EU-Vorgaben nicht widerspreche. Einen entsprechenden Antrag für den Bundestag bereite die Fraktion vor.

roRo

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