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Bayern ohne Bio geht nicht

Ernährung

Bio boomt in Bayern

Grillgut
Mutig: Vegetarisches Grillgut aus Bayern

Es ist sicher nicht nur die kleinbetriebliche Struktur, dass in Bayern Bio bei den Landwirten boomt. Die Konsumenten aus München, Regensburg oder Nürnberg entfachen eine Nachfrage, die den kleinen Betrieben entgegen kommt. So ist es nicht verwunderlich, dass pünktlich zur BioFach in den letzten 12 Monaten 1.000 Betriebe mit mehr als 35.000 Hektar Fläche neu umgestellt haben. Landesweit werden jetzt mehr als 270.000 Ha ökologisch bewirtschaftet und stellt den Freistaat bundesweit an die Spitze des Ökosektors. Mehr als die Hälfte der Biomilch kommt aus Bayern, rund ein Drittel der Betriebe haben ihre Hofstelle zwischen Bayreuth und dem Allgäu.

Insgesamt gibt es in Bayern jetzt mehr als 100 000 Öko-Milchkühe, das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr, 411 000 Öko-Legehennen (plus 14 Prozent) und 200 000 Öko-Masthähnchen (plus 33 Prozent). Die Politik hat nach Agrarminister Helmut Brunner mit dem 2012 initiierte Landesprogramm „BioRegio Bayern 2020“ die richtigen Impulse für den Öko-Landbau gesetzt und ist auf dem Weg die Bioimporte in den Freistaat zu minimieren.

Die Politik setzt dabei nicht nur auf die Betriebe auf dem Land, sondern hat den gesamten ländlichen Raum im Konzept. Für die Dorferneuerungsprojekte stehen aktuell fast 69 Millionen Euro zur Verfügung und damit elf Millionen mehr als im Vorjahr. „Wir wollen die Stellschrauben nutzen, um unsere ländlichen Räume zukunftsfähig und lebenswert zu erhalten“, sagt Brunner zum Start der BioFach.

Die landesweiten Öko-Erlebnistage sind das Bindeglied zwischen Erzeuger und Konsumenten. Mehr als 300.000 Besucher informieren sich auf den Betrieben über die Hintergründe der landwirtschaftlichen Produktion. Auf der BioFach wurden die besten Veranstaltungen prämiert und dienen anderen Landwirten als Blaupause. Die Veranstaltung „Power aus dem Bio-Bienenstock“ von Rita und Peter Rieblinger aus Tandern im Landkreis Dachau, das Hoffest „Bio-Rind trifft Biene“ des Biohofes von Claudia und Horst Hartmann in Weisbach im Landkreis Rhön-Grabfeld und die Hoffeste von Marion und Franz Baur in Langerringen (Augsburg) und der „Kümmelbauern“ Anja Baumert und Roman Hölzl aus Leuchtenberg im Landkreis Neustadt an der Weinstraße haben die Preise gewonnen.

Zur BioFach hat das Ministerium für Bayern und ihren Gästen zwei neue Broschüren aufgelegt: „Bio-Lebensmitteln in Bayern“ beantwortet die Frage, wo Ökoprodukte gekauft werden können und die Broschüre „BioRegio Bayern 2020“ informiert über das Landesprogramm

Roland Krieg; Foto: roRo

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