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Bio-Brotbox-Wurst verzehrsfähig

Ernährung

LALLF gibt bei Brotbox-Wurst Entwarnung

In der vergangenen Woche rief Mecklenburg-Vorpommern Bio-Brotboxen zurück, weil es Beschwerden über die Wurst gegeben hat. Am Dienstag hat das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Entwarnung gegeben: „In keine der Proben konnten krankmachende Keime nachgewiesen werden.“

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In keiner der Proben wurden pathogene Keime wie Staphylokokken, Bacillus cereus, Clostridium, Listerien oder Salmonellen gefunden. Bei 34 Prozent der Würste wurden geringfügige Veränderungen festgestellt. Die Ware sei aber verzehrsfähig. Bei 66 Prozent der Würste war die Außenhaut, also die Pelle, „mittel- bis hochgradig“ von Hefen und Pilzen besiedelt. „Darüber hinaus wurde die überwiegende Anzahl der Würste von einem feucht-klebrigen Belag bedeckt.“ Das LALLF hat die Wurst dennoch als verzehrsfähig eingestuft, weil das Wurstgut nach Entfernen der Pelle verzehrt hätte werden können.
Die für die Bio-Brotbox verwendeten Würste wurden einwandfrei angeliefert. Die Untersuchung ergab, dass während der Verpackung, des Transports und der Zwischenlagerung die Temperaturen „wechselten“. So haben die Würste die vom Obst und Gemüse ausgehende Feuchtigkeit und Kondenswasser aufgenommen. Dieses Mikroklima in der Bio-Brotbox habe das Wachstum der Hefe und Pilze, die üblicherweise den Reifungsprozess ausmachen, begünstigt.

Konsequenzen für 2010
Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hält den Imageschaden für enorm und zieht Konsequenzen für das nächste Jahr. Die Frühstücksboxen werden entweder ohne Inhalt oder ausschließlich mit getrennt verpackten, haltbaren Lebensmitteln angeboten, so Backhaus. Frische und unverpackte Ware könne nur noch von dezentralen, regionalen Stellen tagesaktuell angeboten werden.

roRo

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