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Bioeier meist in Ein-Personen-Haushalten

Ernährung

Mehrpersonenhaushalte vernachlässigen Bioeier

Je weniger Personen in einem Haushalt leben, desto höher ist der Anteil der gekauften Bioeier. Dies leitet die MEG (Marktinfo Eier & Geflügel) aus den Daten der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) ab. Insbesondere Verbraucher aus 1-Personen Haushalten griffen im Jahr 2012 zu Bioeiern, 11,7 % aller von Singlehaushalten gekauften Eier konnten als Bioeier identifiziert werden.

Im Schnitt aller Haushalte waren nur 8,8 % und in Haushalten mit vier oder mehr Personen waren nur 7,1 % der gekauften Eier Bioeier. Aber auch in Singlehaushalten dominieren Bodenhaltungseier mit 55,4 % der Haushaltskäufe. Den höchsten Anteil erreichten die Käufe von Bodenhaltungseiern mit 66,1 % bei Haushalten, in denen vier oder mehr Personen lebten.

Die Haushaltgröße allein sagt noch nichts über die Einkommensverhältnisse aus. Jedoch steigt das Haushaltseinkommen nicht proportional mit den im Haushalt lebenden Personen an, da in der Regel Kinder ohne eigenes Einkommen mitversorgt werden müssen. Die vom Statistischen Bundesamt durchgeführte Einkommens- und Verbrauchsstichprobe aus dem Jahr 2008 belegt, dass das Pro-Kopf-Bruttoeinkommen mit steigender Haushaltsgröße abnimmt. Hat ein Alleinlebender im Schnitt 2.193 Euro monatlich zur Verfügung, so mussten allein Erziehende mit drei oder mehr Kindern mit weniger als 730 Euro pro Person und Monat auskommen.

Mehrausgaben für Bioeier pro Haushalt

Legt man zu Grunde, dass von den im Jahr 2012 durchschnittlich pro Person verbrauchten 217 Eiern, gut 50 % im Laden als Schalenei gekauft wurden, so errechnete die MEG für den Singlehaushalt einen Mehraufwand von 18,53 Euro pro Jahr, wenn er seinen Bedarf an Schaleneiern nur mit Bioeiern anstatt mit Bodenhaltungseiern deckt. Ein Vierpersonenhaushalt müsste dagegen schon 74,12 Euro pro Jahr mehr ausgeben. Eine Mehrausgabe, die sich etliche Haushalte wohl scheuen.

MEG

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