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BLL setzt auf Eigenverantwortung und Information

Ernährung

Konsumstudie zur BLL-Jahrestagung

Heute veröffentlicht der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) zu seiner Jahrestagung die bereits im letzten Jahr in Teilen vorgestellte Studie des Verbraucherverhaltens. Demnach achten die Deutschen immer mehr auf gesündere Lebensmittel, die in den Regalen stehen.

Im Vorfeld zur Tagung hat Herd-und-Hof.de den BLL zu aktuellen Einschätzungen befragt:

HuH: Die französische Gesundheitsministerin hat für Frankreich vorgeschlagen, im Rahmen der Gesundheitsprävention bei Kindern die so genannte Quengelware bis zum Sommer aus dem Kassenbereich zu entfernen. Das ist einer der umsatzstärksten Bereiche im LEH. Könnte der BLL mit einem vergleichbaren Vorschlag den Verbrauchern Signale vorgeben, etwa konzertiertes in der Prävention zu tun?
BLL: Der BLL hält einen solchen Vorschlag für nicht zielführend. Entscheidend für die Gesundheitsprävention ist es, an den die Gesundheit beeinträchtigenden Faktoren und an ihren Ursachen anzusetzen. Das betrifft beispielsweise die Verbesserung von Zahnhygiene genauso wie die Steigerung von Bewegung und motorischen Fähigkeiten wie auch Stressbewältigung und die Aufklärung und Erziehung im Hinblick auf eine ausgewogene Ernährung. Hier muss die Gesellschaft interdisziplinär und gemeinsam ansetzen, wie es in der Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) in Deutschland beispielhaft getan wird.

HuH: Prof. Dr. Philipp James (UN-Allianz gegen Übergewicht) appellierte in Boston an die Ernährungsindustrie, aktiver in der Gesundheitsvorsorge zu werden. Während er sich ein Werbeverbot bei Kinder vorstellen kann, gibt es offensichtlich keine empirischen Belege, dass "Werbung dick macht". (Diehl, Ernährung im Fokus, Band 7 Heft 2). Sollten Verbände der Ernährungsindustrie den Verbrauchern nicht doch Orientierungshilfe geben und wie könnte sie aussehen?
BLL: Die Lebensmittelwirtschaft ist bereits sehr aktiv darin, Verbraucher für einen gesunden Lebensstil zu unterstützen und auch zu motivieren. Sie bietet zunächst ein breites, sicheres und qualitativ hervorragendes Lebensmittelangebot, aus dem bedarfsgerecht ausgewählt werden kann. Darüber hinaus werden Hilfestellungen über Internetportale, zahlreiche Broschüren und Aktionen zur Aufklärung über die Bedeutung einer gesunden Ernährung und von viel Bewegung gegeben. Die Wirtschaft ist hoch engagiert mit zahlreichen eigenen zielgruppengerechten Initiativen auf diesem Gebiet (siehe www.bll.de ). In der Plattform "peb" findet darüber hinaus das gemeinsame Engagement zusammen mit der Politik, dem Sportbund, dem Bundeselternrat, den Krankenkassen und Kinderärzten und vielen weiteren statt, um Kindern von klein auf eine gesunde Lebensweise zu vermitteln.

Morgen Teil II von der Tagung

Roland Krieg

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