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Brot und Spiele: Karibische Küche

Ernährung

WM-Food aus aller Welt – Teil I

„Brot und Spiele“ gehören nicht erst seit de Römerzeit zusammen. Schon die ersten Vorformen des modernen Fußballs, die auf heidnische Volksbräuche vor über 2000 Jahren zurückgehen, wiesen eine enge Verbindung zwischen Spiel und ritueller Handlung, vor allem Fruchtbarkeitsriten auf. Die runde Form des Balls stand symbolisch für die Sonne. Er musste erobert und um ein Feld herum oder darüber hinweg getrieben werden, um eine gute Ernte zu sichern. Auch wir als Gastgebernation wünschen uns nichts mehr als eine rundum gelungene, friedliche und fruchtbare WM im eigenen Land. Was könnte da ein besseres Zeichen der internationalen Verbundenheit und Freundschaft sein, als auch einmal kulinarisch und kulturgeschichtlich über den eigenen Tellerrand zu schauen?
Brötchen, Bliny, Bagel oder Fußballkünste – zum Auftakt der WM gibt es die vierteilige Reise „WM Food aus aller Welt“ des aid infodienst mit Tipps des Reformhauses für die „Sofatribüne“.

Genüsse aus der Karibik
Mit Neulingen wie Trinidad & Tobago geht die kulinarische Reise in die Karibik. Ganz im Süden des karibischen Archipels gelegen, sind beide Inseln ein Schmelztiegel der Kulturen. Neben den Ureinwohnern, den Kariben, die aus den nördlichen Urwäldern Südamerikas stammen, hinterlie0en auch andere Völker ihre Spuren auf der Menükarte.
Einstige Kolonialherren aus Europa, afrikanische Sklaven sowie indische, arabische und chinesische Einwanderer prägten nicht nur in Teilen Flora und Fauna, sondern auch den bunten Speiseplan.
Ein schmackhaftes „Rotis“, ein gebratenes indisches Fladenbrot, gehört genauso wie ein scharf gewürztes Curry oder ein herzhafter Pilaf, ein orientalischer Reis-Eintopf, zu den karibischen Nationalgerichten. Zum Anheizen der Fußball-Stimmung in der ersten Halbzeit eignen sich alle drei in vielerlei Varianten hervorragend. Spätestens am 10. Juni, wenn Trinidad & Tobago in Dortmund gegen Schweden spielen, werden Sie nicht mehr traurig sein, dass Sie keine Karten mehr für das Stadion mehr bekommen haben. Eine WM vor dem Fernseher hat nämlich auch ihre Reize. Sie können zum Beispiel mit einer „Callalou-Suppe“ Ihre eigene Live-Atmosphäre im Wohnzimmer erzeugen. Die aus „karibischem Kohl“, den grünen Blättern der Taro-Knolle, hergestellte Suppe ist auch mit frischem Wurzelspinat eine Köstlichkeit. In der zweiten Halbzeit sind Ihnen mit einer Mango-Guaven-Creme in Gelb weitere kulinarische Höhepunkte sicher. Und falls noch eine rote Karte ins Spiel kommen sollte, dann empfiehlt es sich, ein wenig Grenadine-Sirup im Haus zu haben. Schon Christopher Columbus faszinierten die paradiesischen Früchte der Karibik. An den Garten Eden erinnert, benannt er die Insel Trinidad („Dreifaltigkeit“) nach drei markanten Berggipfeln. Auch Tobago, dessen Form einer Tabakspfeife („tobaco“) ähnelt, hat berühmte Männer der Zeit inspiriert. So soll Roman-Held Robinson Crusoe nach Erzählungen von Schriftsteller Daniel Defoe an der Südküste Tobagos angespült worden sein. Damit Sie nicht einsam wie Robinson auf den Freitag der Freitage und auf das erste WM-Wochenende warten müssen, können Sie ja im Freundeskreis mit einem Ananassaft oder einer Kokosmilch schon einmal einen köstlichen Schluck auf die Spiele nehmen.
Wer das Glück hat in großen Städten zu wohnen, der kann ja einmal nachschauen, welche Restaurants die jeweilige Landesküche anbieten und gleich „vor Ort“ genießen.

Auf der „Sofatribüne“
Demnächst stehen 90 Minuten Höchstleistungen bevor und die Spannung steigt. Die Spieler und der Schiedsrichter geben auf dem Spielfeld alles: sie sind möglichst schnell, konzentriert und beweisen Ausdauer wie Teamgeist. Klar, sagt Ernährungswissenschaftler Günter Wagner vom Institut für Sporternährung in Bad Nauheim. „Das läuft nur mit intensivem Training und einer Ernährung, die fit und leistungsfähig hält“. Aber für das Reformhaus erinnert er die Zuschauer, dass Chips, Pizza und Bier in den nächsten Wochen wieder Hochkonjunktur haben. Bereits mit einem halben Liter Bier und 200 Gram Kartoffelchips kommt man schnell auf die Kalorienmenge, die ein Fußballspieler in einer halben Stunde auf dem Feld verbraucht. Nutzen Sie deshalb wie die Spieler die Pause, um wieder aufzutanken und bereit für die nächste Halbzeit zu sein. Dafür ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben und für eine sportlergerechte Verpflegung zu sorgen. Hippe Dips mit Rohkost, leichtes Fingerfood und leckere Fitnesscocktails sind die besten Begleiter für spannende Fernsehstunden.
Führen Sie frisches Obst und Gemüse ins Feld. Vitaminreichen Knabberspaß bieten frische Gemüsestreifen mit einem Kräuterquark als Dip. Auch Vollkorn-Dinkelstangen lassen sich prima damit kombinieren. Einfach aus der Hand u essen sind kleine Spieße mit Mini-Tomaten, Mozzarella-Kugeln und Basilikum. Mit Salaten gefüllte Wraps liefern gesunde Frischkost und machen müde Fans wieder munter. Selbst gemachte Chips vom Blech sind schön knusprig. Dazu die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden, mit wenig Olivenöl bepinseln und i Ofen backen. Die grüne Karte gibt es außerdem für Popcorn, Reiswaffeln, Reisgebäck und Sojakerne.
Für den idealen Durstlöscher gewinnt das Mineralwasser mit 3:1 bei den Anteilen gegenüber naturreinen Säften. Schorlen liefern genau das Mineralstoffverhältnis, dass Sportler und Zuschauer brauchen. Bei der Auswahl des Mineralwassers gewinnt übrigens Calcium mit 2 Anteilen gegenüber einem Anteil des Magnesiums.

Ira Schneider vom aid infodienst; Reformhaus; roRo

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