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Brotweltmeister Deutschland

Ernährung

Mehr als 87 Kilo Backwaren verzehrt jeder Deutscher

>Bereits der russische Dichter Dostojewski wusste: "Die Menschen brauchen nicht Freiheit, sie brauchen Brot." Und da sind die Deutschen Weltmeister, wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK) in dieser Woche mitteilte.

1.500 Schnitten im Jahr
Mit dem erneuten Rekordwert verzehren die Bundesbürger bereits 1.500 Schnitten und 350 Brötchen im Jahr. Das sind pro Tag vier Scheiben Brot und ein Brötchen.
Innerhalb der EU folgen Schweden und Dänen mit jeweils etwas mehr als 70 Kilogramm, während der Brotverzehr der Franzosen bei 54 Kilo liegt. Der EU-Durchschnitt sind 71 kg.
In den 1950er und 1960er Jahren hatte sich der Verzehr an Brot und Feingebäck rückläufig entwickelt und mit 69 kg einen Tiefstand erreicht. Seitdem steigt er wieder an.
Den Grundstoff liefern auch nach wie vor die Bauern. In Deutschland werden rund 20 Millionen Tonnen Weizen und zwei Mio. t Roggen geerntet. Im Wirtschaftsjahr 2004/2005 haben die deutschen Mühlen etwa 5,5 Millionen Tonnen Mehl und Schrot gemahlen.

Warum lieben wir das Brot?
Der seit 1975 zu verzeichnende Anstieg beim Verzehr ist vor allem auf ein zunehmendes Interesse für Schrot- und Vollkornbrote sowie für nostalgische Brotsortimente, wie Bauern- und Holzofenbrot, zurückzuführen. Zudem gibt es Brot in zahllosen Varianten und weckt den Appetit beim Verbraucher. Schon 2005 hatte eine Verbraucherbefragung im Auftrag der CMA und der ZMP Erstaunliches hervorgebracht: Gefragt nach den "guten Gründen" für den Brotverzehr, kamen in der Zeit von Lifestyle-, Wellness- und Billiglebensmittel nicht der geringe Preis oder das schnelle Zubereiten an erster Stelle. Drei Viertel der Befragten fanden Nährwert und Sättigung beim Brot am wichtigsten. Die Vielfalt des Angebotes nimmt mit 61 Prozent den dritten Platz ein - der gute Geschmack findet bei 60 Prozent der Befragten besondere Erwähnung. Dabei lassen sich Männer mehr durch den Geschmack leiten, während Frauen die Abwechslung und vielseitige Verwendung bevorzugen.
Das Frühstück ist immer noch der "Klassiker" für den Brotkorb. Dabei, so die LWK weiter ziehen die Norddeutschen Brote mit einem höheren Roggenanteil vor. Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind auch die wichtigsten deutschen Roggenanbaugebiete. Süddeutschland bevorzugt Weizenbrote. Das Roggenmischbrot liegt beim Einkauf am häufigsten im Korb. Mehr als jeder Dritte fragt danach. Mehrkorn- und Vollkornbrote werden zu jeweils 20 Prozent eingekauft.

Schwarzbrot mit Raukequark
Satt und saftig ist vielleicht der folgende kleine Tipp aus dem Haus "essen & trinken":
Schwarzbrot mit Raukequark für vier Portionen:
Zutaten:
4 Scheiben Schwarzbrot; 3 Bund Rauke (a 150 g); 500 g Magerquark; 2.4 EL Zitronensaft; Salz; Zucker; 40 g Pinienkerne; 4 TL Olivenöl; Pfeffer
Zubereitung:
Schwarzbrotscheiben quer halbieren und goldbraun toasten. Rauke verlesen, waschen, trockenschleudern oder in einem Sieb gut abtropfen lassen, Stiele entfernen. Raukeblätter in feine Streifen schneiden.
Quark mit Zitronensaft, Salz und mit einer Messerspitze Zucker würzen. Rauke unter den Quark heben. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze goldbraun rösten.
Raukequark auf die Brotscheiben verteilen und mit Pinienkernen bestreuen. Mit Olivenöl beträufeln und mit grob gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Guten Appetit wünscht

Roland Krieg

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