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Der Fehlerkühlschrank

Ernährung

Verbraucher und ihr tägliches Risiko

Wissenschaftler raufen sich zuweilen die Haare: Konsumenten üben sich in Kaufzurückhaltung bei Geflügelfleisch und denken über Veränderungen der Agrarstruktur nach, wenn Hühner an der Geflügelgrippe verenden.
Zu Hause aber vergessen sie das Hände waschen, Küchentücher sind der Lieblingsplatz verschiedenster Keime und im Kühlschrank sieht es manchmal aus, wie bei Hempels unter dem Sofa.
Die Risikoeinschätzung ist eben eine sehr individuelle Angelegenheit und es gibt nur wenige Möglichkeiten, sein gefühltes Risiko im Gespräch mit anderen einzuordnen.

Wie sieht Ihr Kühlschrank aus?
Der Fachwelt und interessierten Verbrauchern ist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ein Begriff. Mit seiner ersten Präsenz während der Internationalen Grünen Woche in Berlin möchte das BfR sich auch einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren, sagt Dr. Alexander Fetsch zu Herd-und-Hof.de.
Und hier geht das BfR gleich in die Vollen: Sabine Haby öffnet den Kühlschrank und lässt erst einmal raten, welche Fehler zu erkennen sind. Danach geht sie das mannshohe Gerät von oben nach unten durch und beschreibt Fehler, die man kennt, Fehler, von denen man schon einmal gehört hat - und Fehler, auf die man nie und nimmer gekommen wäre.
Dabei ist der private Kühlschrank in der Wertschöpfungskette die letzte Lagerstätte der Lebensmittel, bevor siie auf dem Teller landen. Der Kühlschrank ist sogar das letzte Glied der Kühlkette – und denken Sie daran, dass ihr Kühlschrank auf höhere Temperatur eingestellt ist, als im Handel? Wer achtet beim Einkauf auf das Verbrauchsdatum? Es geht nicht um das MHD!

„Essen soll schmecken – nicht krank machen“
Noch während der ganzen nächsten Woche informiert das BfR Verbraucher über biologische Sicherheit. Das Wochenprogramm nimmt aktuelle Themen auf und bietet Informationen zum Einordnen des gefühlten Risikos. Der Fehlerkühlschrank ist täglich im Beratungsangebot und Sabine Haby hat neben Einzelpersonen auch bereits Schülergruppen in die Geheimnisse der richtigen Lebensmittellagerung eingeführt.
Am 21. und 22. Januar informiert die BfR-Erlebnisküche über das „Farm-to-Fork-Prinzip“: Was steckt bei Futtermitteln hinter natürlichen Mykotoxinen, welches Risiko haben den Lebensmitteln hinzugefügte Probiotika oder Vitamine?
Am 23. und 24. Januar geht es um Acrylamid: Wie kann ich mein Risiko selbst beeinflussen? „Vergolden statt verkohlen“.
Freitags gibt es Fisch: Auch beim BfR. Am 25. Januar steht beim Fisch das Spannungsverhältnis Wasserverschmutzung kontra gesunde Omega-3-Fettsäuren auf der Agenda.
An den beiden letzten Messetagen beschäftigt sich das BfR mit Muscheln: Die Delikatessen können auch Algentoxine enthalten. Verbraucher erfahren hier, wie sie Muscheln sicher verzehren können.

Welche Fehler übrigens im Kühlschrank eingebaut sind, wird hier nicht verraten. Das können Sie täglich selbst ausprobieren: Halle 3.2 Stand 101 B

roRo

[Sie können sich alle Artikel über die diesjährige Grüne Woche mit dem Suchbegriff „IGW-08“ im Archiv anzeigen lassen]

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