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Der Kaktus für Haut, Herz und Figur

Ernährung

Die Kaktusfeige: Delikatesse und Katus des Jahres 2019

Kaktusfeige

Die Kaktusfeige ist eine Delikatesse besonderer Art. Die exotischen Früchte haben einen süßen bis leicht säuerlichen Geschmack, der an eine Mischung aus Melone und Birne erinnert. Allerdings ist die Zubereitung eine stachelige Angelegenheit. Auf der Schale befinden sich feine Dornen mit Widerhaken. Daher sind Küchenhandschuhe das wichtigste Utensil, um ohne Verletzungen an das köstliche Fruchtfleisch zu kommen.

Wer die Kaktusfeige pur nascht, kann sie wie eine Kiwi halbieren und auslöffeln. Zum Schälen bietet sich die mexikanische Methode an: Die Frucht mit einer Gabel aufspießen, beide Enden abschneiden, die Haut der Länge nach aufschlitzen und abziehen. Nun lässt sich das Fruchtfleisch prima in Scheiben oder Stücke schneiden. Die Kerne sind essbar. Wer sie nicht mag, passiert das Fleisch durch ein Sieb und rundet die Fruchtmasse mit einem Spritzer Zitronensaft ab.

Kaktusfeigen schmecken im Obstsalat, im Kompott und Chutney, in der Konfitüre und in Gebäck. Aus dem Saft lässt sich ein Sirup oder Gelee zubereiten. In Salaten werden die Früchte auch mit herzhaften Zutaten wie Geflügel oder Meeresfrüchten kombiniert. In Mexiko sind die jungen Sprosse, Nopalitos genannt, ein beliebtes Gemüse.

Der Gewöhnliche Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica) ist der Kaktus mit der weltweit größten wirtschaftlichen Bedeutung. Auch aus diesem Grund wurde er von den Kakteengesellschaften der Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Kaktus des Jahres 2019 gekürt. Die Heimat des Feigenkaktus liegt in Mexiko. Durch spanische Seefahrer gelangten die Früchte im 16. Jahrhundert in den Mittelmeerraum. Dort werden sie heute in vielen Ländern angebaut. Der Feigenkaktus erreicht eine Höhe von bis zu sechs Metern und bildet abgeflachte Triebe, die mit Blattdornen besetzt sind. Die Früchte haben warzenartige Erhebungen, auf denen ebenfalls Dornen sitzen. Zum größten Teil werden sie nach der Ernte durch Abbürsten entfernt. Reife Früchte verfärben sich von grün nach gelblich bis lachsfarben oder dunkelbraun bis rot.

Verbraucher finden Kaktusfeigen ganzjährig in den Obstregalen. Beim Einkauf sind weiche und saftige Exemplare zu bevorzugen, da Kaktusfeigen nicht nachreifen. Sie sollten keine Druckstellen und einen unversehrten Stiel haben. Im Kühlschrank sind die Früchte wenige Tage haltbar. Die Kaktusfeige ist reich an Vitamin C und B-Vitaminen. Sie enthält Pektin und die antioxidativ wirkende Aminosäure Taurin.

Lesestoff:

Kaktusfeigenprodukte aus Tunesien: https://herd-und-hof.de/landwirtschaft-/der-kaktus-fuer-haut-herz-und-figur.html

Heike Kreutz (BZfE) / VLE / Foto: roRo

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