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Der Zahn vom weißen Drachen

Ernährung

Hochsaison für Chinakohl

> Kräftige weiße Blattadern durchziehen direkt von der Wurzel aus das feine und zarte Grün: Länglich und hoch gewachsen hat Chinakohl seine unvergleichliche Form. In Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz sind die Hauptanbaugebiete des Gemüses, das in acht bis 12 Wochen heranreift und Temperaturen bis zu -6° C verträgt. Deswegen gelangen die ersten Köpfe im September auf den Markt und können bis in den Dezember hinein noch geerntet werden.

Chinakohl aus Kanton
Lung Nga Paak, ?Zahn vom weißen Drachen? wurde bereits vor 1.500 Jahren im chinesischen Kanton angebaut und ist der Lieblingskohl im Reich der Mitte. Vermutlich ist der Chinakohl eine Kreuzung aus dem Blattgemüse ?Pak-Choi? und einer Rübenart. Mit unseren Kohlarten hat er nur die botanische Verwandtschaft auf Familienebene gemeinsam: Kreuzblütler. Das auch Kochsalat genannte Gemüse gibt es seit fast 100 Jahren auch in Europa und hat sich in zwei Varianten etablieret: Der ?Chinese? und der ?Japaner?. Der ?Cantoner? Chinese ist die langköpfige Form mit lockeren Blättern, während der Japankohl runde bis ovale, feste Köpfe aufweist und gelblich-grüne, stark gekräuselte Blätter hat.
Beide haben jedoch keinen Strunk und die Blätter schließen sich direkt von der Wurzel aus zusammen.

Gemüse, Salat und Eintopf
Chinakohl ist äußerst vielseitig. Aus ihm zaubert man fruchtige und pikante Salate, Eintöpfe oder feines Gemüse. Ihm reicht eine kurze Garzeit von acht bis zehn Minuten. Bei Kohlrouladen oder gefüllten Kohlhälften verträgt er auch längeres schmoren oder backen. Wenn die Schnittflächen auf dem Markt noch hell und frisch aussehen und die Blattränder noch knackig und fest sind, dann gibt es bei der Zubereitung in der Küche den geringsten Abfall. Im Kühlschrank hält er sich für eine spätere Verwendung bis zu zehn Tagen frisch.
Chinakohl ist mit seinen 12 kcal je 100 Gramm sehr gut bekömmlich und eignet sich auch für Schonkost. Er enthält Vitamin A, Vitamine der B-Gruppe und 26 mg Vitamin C je 100 g, was ihn als gesundes Wintergemüse auszeichnet. Des weiteren enthält er wertvolle bioaktive Substanzen wie Glucosinolate (Senföle), Flavonoide und Phenolsäuren, die auch als sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnet werden. Senföle wirken dabei cholesterinsenkend, Flavonoide und Phenolsäuren wirken antioxidativ und entzündungshemmend.

Chinakohl-Eintopf
Da der Sommer nun zu Ende ist und mit der dunklen Jahreszeit auch die Sehnsucht nach aufwärmenden Gerichten aufkommt, gibt s als Rezepttipp den Chinakohl-Eintopf der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen für 4 Personen:

Zutaten:
750 g Schweinefleisch aus der Keule; 50 g Butterschmalz; 100 g Zwiebeln; 1 rote Paprikaschote; 200 g Champignons; Salz; Pfeffer; 3 El Sojasauce; 1 TL frisch gemahlener Koriander; 750 g Chinakohl; 1/8 Liter Fleischbrühe; 1 große Kartoffel

Zubereitung:
Schweinefleisch in Würfel als Gulasch schneiden, das Butterschmalz erhitzen und das Fleisch darin portionsweise unter Wenden anbraten bis die Flüssigkeit verdampft ist. Dann das Fleisch herausnehmen. Zwiebeln, Paprika und Champignons schälen, waschen, würfeln und putzen und im Brattfett kräftig anbraten. Das Fleisch hinzugeben und Salz, Pfeffer, Sojasauce und Koriander würzen. Den Eintopf 30 Minuten bei milder Hitze zugedeckt garen lassen.
Den Chinakohl putzen, waschen und in mittelfeine Streifen schneiden und nach 30 Minuten dem Fleisch hinzugeben. Fleischbrühe angießen. Den Eintopf zugedeckt bei mittlerer Hitze weiteren 20 Minuten schmoren und dabei gelegentlich umrühren. Die Kartoffel waschen, schälen, reiben und zum Binden unter en Eintopf rühren. Eventuell nachwürzen und dazu Salzkartoffeln reichen.

Guten Appetit wünscht

roRo

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