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Die EU am Mittwoch

Ernährung

Fleisch in verarbeiteten Produkten kennzeichnungspflichtig

So wie es bei Rindfleisch bereits Pflicht ist, soll auch anderes Fleisch künftig in Lasagne, Pizza oder Fertigmenüs gekennzeichnet werden. Mit 48 zu 15 Stimmen bei 4 Enthaltungen stimmte der EU-Umweltausschuss am Mittwoch dafür.

Vor allem das Pferdefleisch in der Lasagne hatte die Europaabgeordneten dazu geführt, diesen erst 2013 vorgelegten Entwurf zu bejahen. Es geht vor allem darum, das Vertrauen der europäischen Konsumenten wieder zu gewinnen. Bei einer Umfrage stimmten 90 Prozent der Verbraucher für diese Kennzeichnung.

Welche Auswirklungen die zusätzliche Kennzeichnungspflicht auf den Warenpreis hat, ist noch offen. Die EU-Kommission glaubt an eine Verteuerung der Produkte, die französische Verbraucherorganisation „Que Choisir“ hingegen nicht.

Wenn die Triloge glatt verlaufen steht eine Umsetzung der Kennzeichnungspflicht im Februar nichts mehr im Wege.

Programm Lettlands

Im EU-Agrarausschuss hat der lettische Landwirtschaftsminister Janis Duklas das Programm der Ratspräsidentschaft dargelegt. Im Vordergrund soll eine Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik stehen. Die Landwirte müssten deutlich von den Marktregeln entlastet werden. Ebenfalls wichtig sei die Einigung bei der EU-Ökoverordnung.

Offen sind derzeit noch die Verordnungen über Tier- und Pflanzengesundheit. In den nächsten fünf Monaten wird zwar kein Ergebnis erwartet, aber Duklas erwartet konkrete Fortschritte in den Verhandlungen mit dem Parlament.

Ebenfalls will Duklas die Auswirkungen durch das Embargo Russlands und die Folgen des Quotenendes für den Milchmarkt beobachten. Ergänzungen zur Marktstabilisierungen schloss der lettische Landwirtschaftsminister nicht aus.

roRo

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