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Die Götterspeise vom Kakibaum

Ernährung

Kaki und Persimone

Aus der Ferne erinnert sie an Tomaten, das Fruchtfleisch erinnert an nicht ausgereifte Aprikosen. Die Kaki wächst in Asien am Kakibaum (Diospyros kaki). Der griechische Vorname heißt Götterspeise. Den roten Früchten werden heilende Kräfte zugesprochen und seit mehr als Tausenden von Jahren in China als Kulturpflanze genutzt.  Die Persimone oder der Honigapfel ist wie die kernlose Sharonfrucht aus dem gleichnamigen Tal in Israel eine Zuchtform der Kaki.

Die Beerenfrucht kann mit und ohne schale verzehrt werden. Sie wird wie Tomaten geviertelt und als Happen für Zwischendurch gegessen. Die Zuchtformen Persimone und Sharonfrucht sind frei von bitter schmeckenden Tanninen und im Wesentlichen im deutschen Handel vertreten. Das Fruchtfleisch verrät, ob es sich um eine rote Kaki oder eine gelborange Zuchtform ist.

Persimonen aus Spanien

Die Chinesen essen rund drei Millionen Tonnen Kakis pro Jahr. Das entspricht 63 Prozent der weltweit geernteten Gesamtmenge. Auf dem zweiten Platz steht mit Spanien tatsächlich ein europäisches Land. Dort reifen jährlich rund 381.000 Tonnen Persimonen heran. Mehr als in Südkorea auf Platz drei.

Der Anbau steigt. Zuletzt wurde ein Wachstum von 3,5 Prozent auf 4,9 Millionen Tonnen im Jahr 2019 verzeichnet. Das liegt etwas unter der jährlichen Wachstumsrate von 5,8 Prozent seit 2014. Weltweit werden rund 550.000 Tonnen Persimonen gehandelt und erzielen einen Umsatz von 470 Millionen US-Dollar. Selbst Litauen (17.000 t) und Polen (13.000 t) handeln mit Persimonen. Mit zunehmendem Anbau sinkt der Handelspreis. Kostete eine Tonne Kaki 2014 noch rund 1.253 US-Dollar haben die Exporteure im vergangenen Jahr nur noch 918 US-Dollar pro Tonne erzielt.

Roland Krieg

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