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EHEC-Sprossen

Ernährung

EHEC-Sprossen

Heute wurden vier Punkte in einer gemeinsamen Presseerklärung des Robert Koch-Instituts, des Bundesinstitut für Risikobewertung und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit genannt:

Gemeinsam wurde die Verzehrempfehlung, in Norddeutschland auf den Verzehr von Gurken, Tomaten und Blattsalat zu verzichten aufgehoben. Jetzt soll über die üblichen hygieneregeln hinaus auf den Verzehr von Sprossen verzichtet werden. Vorräte sollen in Haushalten und Gastronomie vernichtet werden. Alle Lebensmittel aus dem niedersächsischen Betrieb sollen aus dem Verkehr gezogen werden. Die üblichen Hygieneregeln bei Lebensmitteln sollen weiterhin befolgt werden.

Bei den ersten Befragungen über den Rohkostverzehr, die zu den Gurken geführt haben, gaben nur drei von 12 Patienten an, auch Sprossen verzehrt zu haben. Diese Spur war nicht „heiß“ genug. Weitere, differenzierte Studien haben dann den Verdacht verdichtet. Aufbauend wurde eine „Rezeptbasierte-Restaurant-Kohortenstudie“ durchgeführt, die belastbare Daten hervorgebracht hat. Die Angaben der Restaurantbesucher, die Bestelllisten der Restaurants und Fotos der Mahlzeiten zur Überprüfung der Garnitur haben den Verdacht auf die Sprossen „wasserfest“ gemacht.

Die exakte Eintragsquelle ist damit noch nicht identifiziert. Vollständige Untersuchungen laufen noch immer. Da auch das Sprossensaatgut Eintragsquelle sein kann, können auch andere Sprossenbetriebe als Verbreitungsquelle in Frage kommen.

Am Abend meldete Nordrhein-Westfalen, dass der EHEC-Erreger vom aggressiven Serotyp O 104:H4 vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt auf einer Sprossenpackung aus Bienenbüttel im Rhein-Sieg-Kreis gefunden wurde. Zwei der drei im Haushalt lebenden Familienmitglieder waren auch en EHEC erkrankt.

roRo

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