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Ein bis zwei Gramm Meeresalgen am Tag

Ernährung

Mehr Algen auf dem Teller

Was in der Küche Asiens Routine ist, findet langsam auch in deutschen Küchen Gefallen: Meeresalgen auf dem Speiseplan.

Meeresalgen enthalten Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Sogar mehr als Fleisch oder Gemüse. Hinzu kommen essentielle Spurenelemente wie Vitamin B12, Zink und Jod. Daher reicht es, wenn Algen nur als Zutat zu herkömmlichen Speisen genossen werden, weiß Simon Ranger, Gründer der britischen Seaweed Health Foundation: „Ein bis zwei Gramm Meeresalgen am Tag machen einen Riesenunterschied für unsere Ernährung aus.“

Rote und grüne Meeresalgen enthalten bis zu 47 Prozent Protein. Soja im Vergleich kommt nur auf 36 Prozent. Zudem haben sie einen hohen Anteil an wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Biospitzenkoch Konrad Geiger sieht in den Algen auch eine geschmackliche Bereicherung und ordnet ihnen den Umami-Geschmack zu. Als Umami wird nach süß, sauer, salzig und bitter der 5. Geschmack bezeichnet, der auf der Aminosäure Glutaminsäure basiert.

Die EU hat für die Sammlung und Zucht von Meeresalgen unter anderem folgende Vorschriften erlassen:

Die Gewässer müssen eine hohe ökologische Qualität aufweisen. Die Ernte darf keine gravierenden Eingriff in die maritime Umwelt haben, was auch zu dokumentieren ist. Bei Algenkulturen im Meer dürfen nur natürliche Nährstoffe verwendet werden und bei Anlagen auf Land darf der Nährstoffgehalt des abfließenden Gewässers nicht den des zufließenden Wassers übersteigen.

Naturland hat seit 2013 eigene Makroalgen-Richtlinien festgelegt.

Lesestoff:

http://www.seaweedhealthfoundation.org.uk/

Rezepte mit Meeresalgen finden Sie auf https://www.oekolandbau.de/grossverbraucher/betriebsmanagement/einkauf/produkte/meeresalgen/algen/

roRo

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