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Ein Drittel nutzt Gesundheits-Apps

Ernährung

Der Arzt am Handgelenk

Apps boomen und sind für alle möglichen und unmöglichen Fälle vorhanden. App steht für „Application Software“ und können als „Wearable“ am Handgelenk getragen werden. Dort überwachen Algorithmen Blutdruck, Puls, die Zahl der Schritte oder auch die Speisenzusammensetzung. Die Versprechen sind gewaltig und Gesundheits-Apps gelten bereits als Hoffnungsträger zur Steuerung der eigenen Gesundheit. Doch App ist nicht gleich App und über ein notwendiges Zertifikat wird bereits diskutiert, um gute Anwendungen und Unsinnigen zu trennen. Prüfkriterien sind derzeit noch nicht vorhanden. Die Mehrheit der Verbraucher wünscht sich Informationen über die verschiedenen Apps.

Gleichwohl wischen Verbraucher auch das Thema Datenschutz leichtfertig zur Seite. Ob Big Brother auch beim Pulsschlag mithört [1]?

Diesen April hat das Büro für Technologiefolgen-Abschätzung beim Bundestag (TAB) eine repräsentative Online-Umfrage zu den algorithmischen Helfern durchgeführt. Etwa ein Drittel der Bevölkerung nutzt die Apps und sieht darin einen individuellen Nutzen.

Die Nutzenbewertung von Gesundheits-Apps fällt aus Sicht aller Befragten insgesamt recht positiv aus. Dies trifft auf Apps zu, die physiologische Parameter wie Herzfrequenz oder Blutzucker erfassen, aber auch auf Apps an der Schnittstelle zur Medizin, die beispielsweise der Selbstüberwachung krankheitsbezogener Symptome dienen.

Gesundheits-Apps, die zum Selbsterkennen von Krankheiten und Krankheitssymptomen wie Hautkrebs oder Atemnot genutzt werden können, bewertet hingegen lediglich etwa ein Drittel aller Befragten als nutzenstiftend – hier wird offensichtlich der ärztlich-medizinischen Kompetenz bei der Diagnostik ein deutlicher Vorrang eingeräumt.

Die Ergebnisse der bundesweiten Befragung stellen eine Ergänzung der Untersuchung des TAB zum Thema „Gesundheits-Apps“ dar, die als TAB-Arbeitsbericht Nr. 179 erschienen ist.

Lesestoff:

http://www.tab-beim-bundestag.de/de/aktuelles/20190926_2.html

[1] Datenschutz und Gesundheits-Apps: https://herd-und-hof.de/ernaehrung-/big-data-und-gesundheit.html

roRo

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