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Einkaufsverhalten im und nach dem Lockdown

Ernährung

Vertrauen in die Ernährungssicherung ist hoch

Seit Mitte April erhaben Experten der Georg-August-Universität Göttingen von der Abteilung Marketing für Agrarprodukte durch bundesweite Konsumentenbefragungen das Einkaufsverhalten in den verschiedenen Phasen der Pandemie untersucht.

Nach dem Lockdown sind die meisten Menschen wieder zu ihrem „alten Einkaufsverhalten“ zurückgekehrt. Sie kochen wieder weniger, essen wieder mehr Außer-Haus und gehen häufiger einkaufen. Geblieben sind Aspekte wie Nachhaltigkeit und die gesteigerte Präferenz zu heimischen Lebensmitteln, schreibt Dr. Gesa Busch im aktuellen Newsletter der Agrarfakultät über die bislang beiden Analysen in und nach dem Lockdown.

Gestiegen ist die Preissensitivität. Die Menschen haben im Lockdown mehr Geld für den Einkauf von Lebensmittel ausgegeben. Dadurch ist das Bewusstsein für die Ausgaben im Ernährungsbereich gestiegen. Rund 40 Prozent der Befragten haben auf mehr Sonderangebote geachtet. Rund die Hälfte der Befragten hat sich aber auch etwas Luxus beim Essen gegönnt.

Einige ausverkaufte Produkte haben zu Beginn des ersten Lockdowns Lücken in den Regalen hinterlassen. Dennoch hatten nur 44 Prozent der Befragten Lebensmittelvorräte von mehr als zehn Tagen zu Hause. Gesa Busch schließt daraus, dass das Vertrauen in die Ernährungssicherheit hoch ist.

Nach Wiederöffnung der Gastronomie sind die Angebote zwar nur zögernd wieder angenommen worden, aber der Besuch hatte einen starken solidarischen Charakter, die Betroffenen in der Krise zu unterstützen.

Es gibt aber auch einen eindeutigen Verlierer: Die Fleischwirtschaft. Die Infektionsausbrüche hat mit den Themenrund um die Wohn- und Arbeitsbedingungen „das ohnehin schlechte Image der Branche damit nochmals breit angegriffen.“

Lesestoff:

Die beiden Diskussionspapiere im und nach dem Lockdown sind unter www.uni.goettingen.de  zu finden

roRo

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