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EU-Testergebnisse Pferdefleisch

Ernährung

EU-Testergebnisse Pferdefleisch

Im Rahmen des Pferdefleischskandals wurden die Mitgliedsländer der EU zum Testen aufgefordert. Am Dienstag hat die EU die Ergebnisse veröffentlicht. Insgesamt wurden 4.144 DNS-Proben innerhalb des EU-Programmes auf Pferdefleisch gezogen. Davon waren 193 positiv. Hinzu kommen weitere 7.951 Eigenkontrollen der Unternehmer, die 110 positive Ergebnisse erbracht haben. Die Kontrollergebnisse auf den verbotenen Stoff Phenylbutazon haben aus 3.115 Tests 16 positive hervorgebracht.

Deutschland hat weit mehr getestet als das Programm vorgeschrieben hat. Zwischen Geest und Alpenrand wurden insgesamt mehr als 2.500 Proben gezogen, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. 184 Mal wurde Pferdefleisch nachgewiesen.

Deutschland hat 878 Proben mit 29 ermittelten Pferdefleischnachweisen an die EU übermittelt. In den 73 Proben auf Phenylbutazon wurde keine einzige Probe positiv getestet. Übermittelt wurden auch 150 Eigenkontrollergebnisse aus Deutschland.

Rund 120 Betriebe in ganz Deutschland stehen unter besondere Beobachtung, in den beiden letzten Jahren Fleisch des niederländischen Verarbeiters erhalten zu haben. Da die Lieferlisten noch immer überprüft werden, können in den nächsten Tagen noch mehr Betriebe besonders kontrolliert werden, teilte das Ministerium mit.

Die europäischen Bauern- und Genossenschafts-Verband COPA-Cogeca sieht seine Einschätzung bestätigt, dass es sich nicht um ein Lebensmittelrisiko, sondern um einen handfesten Betrug handele. Dieser habe auch nicht auf den landwirtschaftlichen Betrieben stattgefunden. Generalsekretär Pekka Pesonen forderte die EU auf, mehr Gebrauch von den möglichen Kontrollen und Sanktionen zu machen. Schwarze Schafe unterhöhlen den Rindfleischbereich, der ohnehin durch hohe Betriebskosten und Preisvolatilitäten leide.

Der Ständige Ausschuss für Lebensmittelsicherheit wird die Daten analysieren und daraus weitere Maßnahmen erarbeiten.

roRo

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