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Europäische Verzehrsdaten 2009

Ernährung

Ernährungstage Karlsruhe

Auf den 11. Karlsruher Ernährungstagen wurden die Unterschiede zwischen Deutschland und Europa deutlich. In den USA gibt es bereits seit vielen Jahren kontinuierliche Erhebungen über Verzehrsdaten und Ernährungsgewohnheiten. In Deutschland hat erst die Verzehrsstudie II „zum ersten Mal einen wissenschaftlich fundierten Hintergrund für die Planung von Ernährungsstrategien für die Bevölkerung“ geliefert, stellte Prof. Gerhard Rechkemmer, Präsident des Max Rubner-Instituts fest.

Viele Länderstudien mit gleichem Ergebnis
Auf der Tagung wurden Ergebnisse vieler Länderstudien vorgestellt, wie beispielsweise aus Dänemark, England oder Österreich. Trotz zum Teil unterschiedlicher Methodik und unterschiedlichen zeitlichen Abständen zeigte sich eine große Übereinstimmung bei der Entwicklung von Übergewicht und Adipositas. Auch was die generelle Versorgung mit Energie und einzelner Nährstoffen betrifft, zeigten sich nur geringe Unterschiede. Die Versorgung mit Vitamin D, Folsäure, Eisen und Jod sind problematisch. Für diese Nährstoffe werden vielfach die Empfehlungswerte nicht erreicht. Auch wenn in diesen werten Sicherheitszuschläge enthalten sind, so besteht doch das Risiko, dass Teile der Bevölkerung mit den genannten Nährstoffen mehr oder weniger stark unterversorgt sind.
Einen umfassenden Gesamtbericht für Europa kündigte Prof. Ibrahim Elmadfa von der Universität Wien für das Jahr 2009 an.

Nationale Aktionspläne
Die vergleichbaren Probleme haben in den nordischen Ländern, in England und den USA zu nationalen Aktionsplänen geführt. Deutschland hat in diesem Sommer mit „In Form“ nachgezogen. Aber die Strategien sind unterschiedlich: Während man in Deutschland vor allem darauf setzt, durch bessere Information eine Verhaltensänderung zu bewirken, stellte Dr. Tim Lobstein vom britischen Childhood Obesity Programme eine andere Strategie vor: Hier versucht die Engländer die Verhältnisse des Umfelds zu ändern.

Lesestoff:
Die Zusammenfassungen der Tagung finden sie auf den Seiten des Max Rubner-Institut: www.mri.bund.de

roRo

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