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Farbige Lebensmittel

Ernährung

Bunte Zuckerstreusel selber machen

Lebensmittelzusatzstoffe dürfen verwendet werden – müssen aber nicht. Werden sie verwendet, sind sie vorher zugelassen worden. Farbstoffe werden vor allem deswegen zugesetzt, um verarbeitungsbedingtes Ausbleichen wieder auszugleichen. Kunden verbinden mit der Farbe meist auch einen bestimmten Geschmack. Die Industrie kann mit den Farbstoffen gewährleisten, dass Produkte immer wie gewünscht aussehen.

Zusatzstoffhefte
Gerade im Advent werden bunte Zuckerstreusel, glänzende Dekore und Süßigkeiten angeboten, weswegen die Berliner Verbraucher Initiative den „schlechten Ruf“ der Farbstoffe aufgreift, um auf handgemachte Alternativen hinzuweisen. Denn einige „umstrittene Helfer“ werden „sogar mit der Entstehung von Allergien in Verbindung“ gebracht. Laura Groche, Ernährungsexpertin der Verbraucher Initiative: „Auch mit natürlichen Zutaten lassen sich Plätzchen bunt gestalten: Zuckerguss erhält mit Kirschsaft eine rote, mit Pistazienmehl eine grüne und mit Orangensaft eine gelbe Färbung. Und statt bunter und glänzender Zuckerperlen schmücken auch Mandeln, Krokant und Hagelzucker das weihnachtliche Gebäck.“
Die Berliner weisen vor allem auf folgende Farbstoffe hin, die, wie alle Zusatzstoffe, auf dem Etikett kenntlich gemacht werden müssen:

E 100: Kurkumin
E 102: Tartazin
E 104: Chinolengelb
E 110: Gelborange S

E 120: Echtes Karmin
E 123: Amaranth
E 124: Cochenillerot
E 128: Rot 2G

E 129: Allurarot AC
E 151: Brillantschwarz BN
E 155: Braun HT
E 160: Carotin und Carotinoide

Verbraucher Initiative, ergänzt durch roRo

Es gibt jedoch auch natürlichen Farbstoffe, die Lebensmitteln zugesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Chlorophyll (E 140), das aus grünen Pflanzen wie beispielsweise Spinat gewonnen wird oder E 162, das als Betanin den Farbstoff der Roten Beete bildet.

Das Themenheft „Lebensmittelzusatzstoffe“ der Verbraucher Initiative kann für 4,00 Euro inklusive Versand online bei www.verbraucher.org bestellt werden.
Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) bietet das Heft „Zusatzstoffe in Lebensmittel“ unter www.bll-online.de an.

roRo

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