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Fast Food fördert Demenz

Ernährung

Fett, Zucker und Cholesterin erhöhen Demenzrisiko

Neun Monate lang haben Mäuse eine Diät geniessen müssen, die reich an Fett, Zucker und Cholesterin ist. Vergleichbar der meisten Fast Food-Nahrung. Die Mäuse haben Unregelmäßigkeiten im Gehirn entwickelt, die denen von Alzheimer-Patienten vergleichbar sind. Das ist das Ergebnis einer Doktorarbeit von Susanne Akterin am schwedischen Karolinska Institut.

Chemische Veränderung im Gehirn
In Schweden ist Alzheimer mit rund 90.000 Patienten die meist verbreitete Form der Demenz. Alle Ursachen für die Entstehung der Krankheit sind noch nicht aufgedeckt. Die häufigste Prävalenz zeigt das Gen, welches das Apoliprotein E produziert, ein Protein in Verbindung mit dem Transport von Cholesterin. Diese Genvariante heißt apoE4 und findet sich in 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung.
Susanne AkterinSusanne Akterin hat Mäuse mit vergleichbaren Effekten dann neun Monate mit energie- und zuckerreicher Diät versorgt. „Als wir danach die Gehirne der Mäuse untersuchten, fanden wir chemische Veränderungen, die nicht unähnlich denen sind, die wir in einem Alzheimer-Gehirn finden“, sagt Akterin. Gemeint sind vermehrt vorkommende Phosphatgruppen, die an Geflechten bestimmter Neurofibrillen andocken und bei Alzheimer-Patienten festgestellt werden. Dieses Geflechtdickicht behindert die normale Zellfunktionalität und bringt die Zellen schließlich zum Absterben. Außerdem hat das Team von Susanne Akterin herausgefunden, dass Cholesterin in Nahrungsmitteln ein Protein reduziert, welches für die Speicherung von Erinnerungen verantwortlich zeichnet.
Fast Food und genetische Exposition erhöhen Alzheimerrisiko
„Nun können wir annehmen, dass eine hohe Aufnahme von Fett und Cholesterin in Zusammenspiel mit genetischer Disposition wie apoE4, die Gehirnsubstanz negativ beeinflussen kann und seinen Teil zur entwicklung von Alzheimer beiträgt“, folgert die schwedische Wissenschaftlerin.
Das unterstützt frühere Studienergebnisse, bei denen oxidativer Stress im Gehirn zusammen mit geringer Aufnahme von Antioxidantien Alzheimer fördert.

Lesestoff:
From cholesterol to oxidative stress in Alzheimer´s disease: A wide perspective on a multifactorial disease, Susanne Akterin, Department of Neurobiology, Care Science and Society, KI Alzheimer´s Disease Research Center, Karolinska Institutet

roRo; Foto: KI; Susanne Akterin

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