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Fidschi Ingwer

Ernährung

Asiatische Powerknolle ? Medizin kulinarisch

> Ob in der fernöstlichen Medizin oder der westlichen Kräuterheilkunde ? Ingwer (Zingiber officinale Rosc) gilt seit jeher als ?großer Erwärmer? und Heilmittel gegen viele Beschwerden. Neben der großen Bandbreite an ätherischen Ölen und Schadstoffen, die in der gesunden Knolle stecken, hat Ingwer jede Menge Geschmack. In Südasien wurde die Rhizompflanze schon vor über 2000 Jahren angebaut und gelangte im Altertum durch arabische Händler nach Europa. 80 Prozent des Weltexports stammen heute aus China. Das ungeschälte Rhizom, die unterirdische Sprossachse oder auch sprossbürtige Wurzel, in welcher die Reservestoffe eingelagert werden, besitzt noch den gelblich-grauen Kork der Rinde und liefert den schwarzen Ingwer. Das geschälte Rhizom ist hell.

Ingwer hat es in sich
Verantwortlich für die zahlreichen Wirkungen der fernöstlichen Heilpflanze sind die ätherischen Öle und vor allem ihre ?Scharfstoffe? wie die Gingerole und Shogaole. Diese heizen dem Körper regelrecht ein: Sie steigern die Durchblutung, weiten die Gefäße, kurbeln den Kreislauf an und sorgen für ein wohlig-warmes Körpergefühl. Gleichzeitig hilft die scharfe Wurzel gegen kalte Hände und Füße, indem sie die Durchblutung der Hautoberfläche fördert. Die Powerknolle ist daher genau das Richtige für kalte, trübe Tage. Heißer Tipp aus dem Reformhaus: Kandierte Ingwerstückchen in einer Tasse Tee mit aufgießen. Das Heißgetränk schmeckt dann aromatisch-süß nach Ingwer und wärmt noch mal so gut von innen. Auch für Magen und Darm sind die Wirkstoffe des Ingwers äußerst wertvoll. Die Knolle hilft gegen leichte Verstopfungen, Krämpfe und Blähungen. Die enthaltenen Gingerole wirken sogar ähnlich wie Acetylsalicylsäure, nämlich schmerzlindernd. Die wichtigste Würzkomponente und Scharfstoff des Ingwers ist das 6-Gingerol. Es hemmt die Plättchenaggregation sowie die Biosynthese von Thromboxan und Prostaglandinen. Von den 14 bekannten Derivaten wirken 6-Gingerdion und 6-Gingerol etwa gleich stark. Bei 10-Gingerole ist dieser Effekt deutlich geringer, beschreibt die Pharmazeutische Zeitung. Einzelne Derivate wirken stärker antioxydativ als Vitamin E.
Als Hausmittel gegen die Reisekrankheit hat sich Ingwer schon lange bewährt. Bereits die asiatischen Seefahrer kauten die Wurzel gegen den Schwindel und die Übelkeit auf hoher See. Der große Vorteil von Ingwer gegenüber Medikamenten: Ingwer macht nicht müde, Die Knolle wirkt direkt auf das Verdauungssystem und nicht auf das zentrale Nervensystem.

Ein Hauch Fernost in der Küche
Ingwer riecht sehr aromatisch und hat einen kräftig-scharfen und zugleich zitronig-süßlichen Geschmack. Als typisches Gewürz der asiatischen Küche passt frischer Ingwer ideal zu Reis- und Currygerichten aller Arten. Eingelegte Ingwerscheiben gehören zu jedem Sushi-Essen dazu. Auch für Chutneys oder zum Marinieren von Tofu eignet sich der Scharfmacher hervorragend. Eingemachte Kürbisse und Gurken bekommen durch ihn eine feine Schärfe und säurearme Früchte, wie Aprikosen und Birnen, etwas Pfiff. Getrockneter Ingwer und Ingwerpulver sind etwas intensiver im Geschmack und genau das Richtige für Desserts oder Weihnachtsgebäck. Sternekoch Christian Heinze hat einen besonderen Tipp: ?Bei Ingwer macht die verwendete Menge die Raffinesse in den Gerichten aus. Wer keinen frischen Ingwer zu Hand hat, kann für Herzhaftes auch kandierten Ingwer verwenden. Durch die enthaltene Süße wird der scharfe Ingwergeschmack in den Gerichten noch harmonischer.?

Fidschi Ingwer
Eine große Auswahl an Ingwerprodukten gibt es im Reformhaus: Von Ingwerpulver als Gewürz, Konfitüren, Schokolade, Gebäck, über Fruchtschnitten bis hin zu Ingwer-Tee reicht das neuform-Sortiment. Eine Spezialität im Reformhaus ist der Fidschi Ingwer. Die besondere Sorte aus der Südsee zeichnet sich durch ihr zitronig-blumiges Aroma, ihre milde Schärfe und Süße sowie ihre zarte Struktur aus. Fidschi Ingwer gibt es in ungeschwefelter Qualität als kandierte Scheiben oder Würfel, in Sirup eingelegte Stückchen oder schokoliert als Ingwerstäbchen.

Gemüse-Soja-Wok mit Ingwer
Nachdem der Wok in weiten Teilen bereits Einzug in die deutsche Küche gehalten hat, kann die asiatische Küche auch frisch zu Hause bereitet werden. Zur Not hilft auch eine große, tiefe Pfanne aus. Das Reformhaus-Rezept für vier Personen:
Zutaten:
10 g getrocknete Shiitake-Pilze; 1 Stange Lauch. 3 große Möhren, 1 rote Paprikaschote, ? Kopf Wirsing, 2 Knoblauchzehen, 10 Ingwer Goldstücke aus dem Reformhaus, 2 getrocknete Chilischoten, 6 EL Sojasauce, 200 g Sojasprossen, 6 EL kalt gepresstes Sonnenblumenöl, Pfeffer, Hefestreuwürze und Chinagewürz.
Zubereitung:
Pilze mit gekochtem Wasser übergießen; Lauch putzen und in feine Scheiben, Möhre in feine Stifte schneiden; Paprika entkernen und in dünne Scheiben und Wirsing in feine Streifen schneiden; Knoblauch schälen und fein hacken; Ingwer Goldstücke fein hacken; Chilischote im Mörser fein zerquetschen; Sojabohnensprossen abspülen und abtropfen lassen; Öl in Wok geben und Ingwer, Knoblauch und Chili anbraten; dann den Lauch das gesamte Gemüse und nach und nach hinzugeben, anbraten und an den Rand schieben (Das geht in einem Wok sehr gut); nach etwa 10 Minuten Sojasauce, etwas Pilzsud, evtl. Wasser zugeben; mit Pfeffer, Hefestreuwürze, Chinawürze und evtl. Zitronensaft würzen; Zum Schluss die Sprossen hinzugeben.
Dazu passt Basmati-Reis.

Reformhaus; roRo

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