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Filderkraut ist Filderkraut

Ernährung

Stuttgarter Filderkraut als regionale Spezialität geschützt

Filderkraut ist eine selten gewordene Untervarietät des weißen Kohlkopfs und nicht nur im Raum Stuttgart eine Berühmtheit. Das Filderkraut hat einen typischen Spitzkopf und weniger Rippen als der Weißkohl. Das Spitzkraut wurde durch die industrielle Sauerkrautproduktion verdrängt, die wegen leichterer Verarbeitung runde Köpfe verlangte. Der lange Strunk kann nur mit Spezialmaschinen ausgebohrt werden. Nach Angaben von Slow Food Deutschland wird das Filderkraut, das 1501 erstmals urkundlich erwähnt wurde, nur noch auf zehn Hektar angebaut. Dabei ist die Filder-Hochebene südlich von Stuttgart eines der ältesten deutschen Krautanbaugebiete.

Die Direktvermarktung spielt bei den vielen Kleinerzeugern eine bedeutende Rolle, die ihr Saatgut jeweils als „Haussorte“ ansehen. Samen und Setzlinge werden nicht über die eigene Region hinaus vertrieben und Einkreuzungen von fremdem Spitzkohl wird nicht akzeptiert.

Ab sofort ist das Filderkraut, auch als Filderspitzkraut, EU-weit geschützt. Landwirtschaftsminister Alexander Bonde gratulierte der Interessensgemeinschaft Filderkraut in Aichtal zu diesem Erfolg: „Spitzenprodukte wie diese sind über die Region hinaus ein erstklassischer kulinarischer Botschafter für ganz Baden-Württemberg.

Lesestoff:

Interessengemeinschaft Filderkraut: www.kimmichs.de

roRo

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