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Fischstäbchen im Test

Ernährung

Ohne Gräten und Fischabfall - aber große Qualitätsunterschiede

Entgegen manchem Vorurteil stecken in den goldbraunen Stäbchen weder Fischabfälle noch minderwertiger Fisch. Meist werden sie aus Alaska-Seelachs des Nordpazifiks hergestellt. Dieser Bestand ist noch nicht so stark überfischt – wer aber auf Nummer sicher gehen will, soll auf das Zeichen des Marine Stewardship Council achten. Auf vier Packungen, die von der Stiftung Warentest untersucht wurden, prangte das Siegel.

Unterschiede bei Geruch und Geschmack
Für die heute erscheinende April-Ausgabe hat die Stiftung Warentest 23 Fischstäbchen und zwei Produkte aus Tintenfisch unter die Lupe genommen. Obwohl das Testergebnis insgesamt eher positiv ausfiel, reichten die Qualitätsurteile von „gut“ bis „mangelhaft“. Vor allem bei der sensorischen Prüfung, die zum Beispiel den Geruch und den Geschmack umfasst, ergaben sich große Unterschiede. Bei den „mangelhaften“ Seelachs-Fischstäbchen von Wild Ocean schmeckte der Fisch fade, tranig und zum Teil fischig, fassen die Tester zusammen. Auch die Zahl der gefundenen Keime war relativ hoch.
Der beste Fang sind die „guten“ Fischstäbchen von Pickenpack für 1,59 Euro pro 15 Stück. Teurer und einen Tick schlechter ist die ebenfalls „gute“ Kultmarke Käpt´n Iglo für 2,32 Euro. Zu den guten zählen die Eskimo-Stäbchen beim Discounter Aldi genauso wie die Naturland-Stäbchen der Deutschen See.

Kaum gefangen – schockgefrostet
Kaum gefangen werden die Fische noch auf dem Schiff filetiert und bei minus 40 Grad Celsius schockgefrostet. So bleibt der Fisch frisch. An Land zerteilen ihn Sägen in rechteckige, etwa 20 Gramm leichte Stäbchen, die zuerst in eine feuchte Panade aus Mehl, Wasser, Salz, Stärke und Gewürzen wandern. Danach werden sie mit Semmelbröseln bestreut und für einige Sekunden in Öl vorgebraten. Im Schnitt macht die Hülle ein gutes Drittel des Fischstäbchens aus.
Die Panade war die Schwachstelle aller Fischstäbchen. Bei vielen Produkten lösten sich Teile der Kruste beim Braten in der Pfanne. Bei manchem Anbieter schmeckte die Panade hart und kleistrig. Daher haben die Tester bei der sensorischen Bewertung kein „sehr gut“ vergeben.

Fünf Stäbchen reichen
Fünf Stäbchen reichen für eine Mahlzeit aus. Sie haben zusammen bereits 17,2 Gramm Fett. Deshalb, so die Tester, reichen fünf Stäbchen für eine Mahlzeit aus, weil die empfohlene Höchstmenge an Fett schnell überschritten wird. Männer und aktive Sportler können etwas mehr essen.

Das April-Heft mit allen Testergebnissen ist ab heute im Handel.

roRo

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