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Gerig hält Mercosur für wettbewerbsverzerrend

Ernährung

Alle Verantwortung bei den Verbrauchern

Im Interview der aktuellen Zeitschrift „Das Parlament“ wird der Vorsitzende des Ernährungsausschusses im Bundestag nur bei der Frage nach dem Handelsabkommen mit den vier südamerikanischen Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay eindeutig. „Ja“ sagt Alois Gerig von der CDU, er halte das Abkommen für eine Gefahr der Wettbewerbsverzerrung, weil die Länder des Mercosur die hohen Produktionsstandards in Deutschland und Europa unterlaufen können: „Nachhaltigkeitsziele wie der Schutz des Regenwales dürfen nicht konterkariert werden“. Ein Auftrag für die Bundesregierung.

Beim allgemeinen Einkauf von Lebensmitteln sieht Gerig allerdings allein den Verbraucher in der Pflicht. Es gebe kein Problem mit „schlechten Lebensmitteln“, sondern mit einer „schlechten Ernährung“. Den Konsumenten ist das Ernährungswissen verloren gegangen. Eine zusätzliche Kennzeichnung über den Nährwert hält Gerig für richtig, aber wenn sie zu einfach ausgestaltet sei, führt sie bei einigen Produkten in die Irre. Auf der anderen Seite dürfe sie nicht zu komplex sein, weil sie sonst nicht gelesen werde.

Erfolge bei der Reduktionsstrategie für weniger Zucker, Fett und Energie im in der Nahrung führt Gerig auf den politischen Druck zurück. Nach Gerig sei das Einschwenken der Industrie ein Beweis für die Richtigkeit eines freiwilligen Ansatzes. Eine höhere Mehrwertsteuer für Fleisch lehnt Gerig ab und setzt auf das staatliche Tierwohllabel im Zusammenhang mit einer Aufklärungskampagne für einen Bewusstseinswandel bei den Konsumenten.

Lesestoff:

Die letzte Diskussion um Ernährungslabel im Agrar- und Ernährungsausschuss im Juli 2019: https://herd-und-hof.de/ernaehrung-/naehrwertlabel-jetzt-wenn-auch-mit-maengeln.html

Die rechtliche Lage für die Endrunde der Nährwertzeichen: https://herd-und-hof.de/ernaehrung-/vier-naehrwertzeichen-in-der-endrunde.html

Roland Krieg

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