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„Gesund ins Leben“ trifft den Nerv

Ernährung

Fünf Jahre Netzwerk „Gesund ins Leben“

Eltern wünschen sich für ihre Kinder einen gesunden Start ins Leben. Damit junge Familien Sicherheit bekommen, das Richtige für das gesunde Aufwachsen ihres Kindes zu tun, müssen sie von allen Bezugspersonen – Ärzten, Hebammen, Geburtsvorbereitern –dieselben Empfehlungen und Hilfestellungen erhalten. Genau hier setzt das Netzwerk ‚Gesund ins Leben‘, eine vom Bundesernährungsministerium geförderte IN FORM-Initiative, an.

„Mit der IN FORM-Initiative Netzwerk ‚Gesund ins Leben‘ haben wir einen Nerv getroffen - sowohl bei Eltern als auch bei den Berufsgruppen, die die Eltern begleiten“, betonte Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Zum 5-jährigen Bestehen des Netzwerks diskutierte sie dort gemeinsam mit Professor Berthold Koletzko (Kinder- und Jugendarzt), Gerda Weiser (Hebamme), Dr. Margareta Büning-Fesel (Geschäftsführender Vorstand des aid infodienst e. V.) sowie Dr. Stephanie Lücke (Mutter von 3 Söhnen) über die Chancen und Angebote für ein gesundes Aufwachsen in Deutschland. Dass sich im Netzwerk alle Akteure rund um die Geburt auf einheitliche Botschaften und Empfehlungen verständigt haben, ist weltweit einzigartig.

„Das Netzwerk unterstützt Eltern mit seinen Beratungsmaterialien und Maßnahmen von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter und stellt eine wesentliche Hilfe bereit - und das schon seit 5 Jahren“, sagte Flachsbarth. In Deutschland kommen jedes Jahr rund 670.000 Kinder zur Welt. Gerade die ersten 1.000 Tage sind entscheidend. Denn in dieser Zeit werden die Weichen für das weitere Leben und einen gesunden Lebensstil gestellt, erklärten die anwesenden Experten.

„Damit Informationen für Eltern aus allen sozialen Schichten gut und einfach erfassbar sind, sollten sie vor allem deren Alltag und die praktische Umsetzung im Blick haben, wie das Selberkochen von Brei“, erklärte Dr. Margareta Büning-Fesel, Geschäftsführender Vorstand des aid infodienst e. V. in Bonn, an den die Geschäftsstelle des Netzwerks angegliedert ist. Auch deshalb sind die Netzwerk-Materialien so erfolgreich. Das Netzwerk erreicht mit seinen Materialien jährlich rund 1,2 Millionen Eltern.

„Das Netzwerk ‚Gesund ins Leben‘ soll es auch in Zukunft geben“, unterstrich Dr. Maria Flachsbarth. Mit seinen Empfehlungen will das Netzwerk alle Eltern und Akteure, die Eltern rund um die Geburt begleiten, ansprechen. So zum Beispiel auch Eltern, die aufgrund von Sprachbarrieren nicht über die üblichen Informationskanäle erreicht werden. „Meinen ganz herzlichen Dank an alle, die sich in den letzten 5 Jahren für das Netzwerk eingesetzt und seinen Erfolg möglich gemacht haben. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft auf die über 400 Netzwerk-Partner zählen können.“

Parallel zur Talkrunde erfuhren die Besucher in der Babybrei-Kochshow, wie sie Babybreie ganz einfach selbst herstellen können und dass das Selberkochen selbst für Ungeübte schneller geht als oft vermutet. In nur kurzer Zeit zauberte Edith Gätjen, Dozentin für Säuglings- und Kinderernährung, gleich drei verschiedene Breie. Die anwesenden Mütter und Väter mit kleinen Kindern, begleitende Großeltern und Fachkräfte aus Kitas und Familienzentren konnten die frisch gekochten Breie in Ruhe probieren und sich ausführlich zur Ernährung im ersten Lebensjahr austauschen. Bereits das fünfte Jahr in Folge lud das Netzwerk ‚Gesund ins Leben‘ im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin zur Babybrei-Kochshow ein.

Lesestoff:

Über ‚Gesund ins Leben‘: Das Netzwerk ‚Gesund ins Leben‘ ist ein Projekt des Nationalen Aktionsplans IN FORM –Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziell gefördert. Es vereint die führenden Institutionen, Fachgesellschaften und Verbände zur praxisnahen Unterstützung junger Familien. Im Mittelpunkt stehen einheitliche, verständliche und leicht umsetzbare Empfehlungen zur Ernährung und Allergievorbeugung von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter. Mehr Infos: www.gesund-ins-leben.de.

Über IN FORM: IN FORM ist Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Sie wurde 2008 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) initiiert und ist seitdem bundesweit mit Projektpartnern in allen Lebensbereichen aktiv. Ziel ist, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Menschen dauerhaft zu verbessern. Weitere Informationen unter: www.in-form.de.

Julia Bonfig www.aid.de

[Sie können sich alle Artikel über die diesjährige Grüne Woche mit dem Suchbegriff „IGW-15“ anzeigen lassen]

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