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Gütesiegel Folsäure

Ernährung

Erstes Mehl mit Folsäure

Während das Max-Rubner-Institut eine generelle Anreicherung von Nahrungsmitteln wie beispielsweise mit Folsäure nicht empfiehlt, bringt der Arbeitskreis Folsäure und Gesundheit das erste Mehl mit einem Siegel auf den Markt.

Freiwillig angereichert
Jodsalz und Fluorid im Salz sind im Markt bereits etabliert. Der Arbeitskreis „Folsäure und Gesundheit“ bringt demnächst ein erstes Mehl mit einer Folsäureanreicherung auf den Markt. An die Vergabe des Siegels sind strenge Richtlinien geknüpft, so der ArbeitskGuetesiegel Folsaeurereis. Der Einsatz von Folsäure wird nach behördenmaßgeblichen Kriterien vorgegeben und geprüft. Je 100 Gramm Mehl müssen 150 Mikrogramm Folsäure enthalten sein, damit das Siegel getragen werden darf. Es gilt nur für Grundnahrungsmittel wie Mehl und Salz, gegebenenfalls noch für Brot.
In Deutschland gibt es anders wie in den USA und Kanada nur eine freiwillige Anreicherung.
Hintergrund der Anreicherung sind die Versorgungslücken bei Frauen und Männer. Nach Analyse der Nationalen Verzehrsstudie sind Frauen nur zu 86, Männer zu 79 Prozent mit den empfohlenen 400 Mikrogramm täglich versorgt. Ursache ist nicht nur die geringe Aufnahmemenge, sondern auch die geringe Haltbarkeit des Folats. Das Vitamin ist licht- und luftsensibel, sowie wasserlöslich und wird durch Lagerung, Kochen und Zubereitung schnell zerstört.
Das Mehl mit dem neuen Siegel wird es zunächst bei Lidl geben.

roRo; Foto: AK Folsäure und Gesundheit

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