Menü

Hauptsache es schmeckt

Ernährung

Bio in der Gemeinschaftsverpflegung

Die Gemeinschaftsverpflegung ist ein wichtiger Zielmarkt für den Ökolandbau. Vor allem locken langfristige Lieferbeziehungen den Ökohandel. Zudem kann die lokale Politik den Wünschen von Verbrauchern schnell nachkommen. Doch Bauch schlägt auch in der Kantine den Kopf. Die Bewerbung von Bioprodukten erhöht den Anteil von Produkten in der Mensa nicht automatisch.

Auch am Buffet wählen die Gäste ihre Gerichte in erster Linie nach Geschmack und Optik aus, schreibt die Redaktion Ökolandbau und bezieht sich auf eine Studie der Universität Kassel aus diesem Sommer. Biogerichte müssen den Gästen in erster Linie schmecken und durch ihr Aussehen den Appetit anregen.

Regionalität ist für 27 Prozent der Befragten zwar wichtig. Die Kombination „bio und regional“ folgt mit 26 Prozent und „bio“ alleine bringt es nur auf sieben Prozent Zustimmung. Für die größte Gruppe der Befragten (40 Prozent) spielt „bio“ und „regional“ jedoch keine Rolle.

Geschmack und Aussehen stehen zwar ganz vorne, aber die Information muss dennoch nicht zu kurz kommen. Doch, ob die Informationen zu den „Mehrwerten“ bei den Menschen ankommen, hängt jedoch sehr stark von deren „Wahrnehmungsfilter“ ab. Jeder Mensch ist bestrebt, nur solche Informationen und Botschaften aufzunehmen, die seinen eigenen Überzeugungen nicht widersprechen.

Daher gibt es kein Patentrezept, mehr Bio in die Kantinen zu bekommen.

Lesestoff:

http://orgprints.org/30487/

roRo

Zurück