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Hungerkrisen in acht Länder

Ernährung

Akute Ernährungsgefahr für über 100 Millionen Menschen

Der gemeinsam von der Europäischen Union (EU), der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Welternährungsprogramm (WFP) am Dienstag vorgelegte Bericht Ernährungsbericht weist mehr als 100 Millionen Menschen als akut von Hunger bedroht aus. Gegenüber 2017 ist zwar ein leichter Rückgang von 124 auf 113 Millionen Menschen zu verzeichnen, aber seit mehr als drei Jahren liegt die Zahl bei mehr als 100 Millionen.

Zwei Drittel der vom Hungertod bedrohten Menschen leben in nur acht Ländern: Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Nigeria, dem Südsudan und Sudan sowie Syrien und Jemen. Klima- und Naturkatastrophen haben 2018 weitere 29 Menschen in akute Ernährungsunsicherheit gebracht. Mangels Daten sind Nordkorea und Venezuela noch nicht einmal berücksichtigt.

„Aus dem Globalen Bericht geht klar hervor, dass die Zahl der Menschen, die von akuter Ernährungsunsicherheit – der extremsten Form des Hungers – betroffen sind, trotz eines leichten Rückgangs im Jahr 2018 immer noch viel zu hoch ist. Wir müssen in großem Maßstab auf die Verzahnung von humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung hinarbeiten, um die Resilienz der betroffenen gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu stärken. Um Leben zu retten, müssen wir auch die Lebensgrundlagen retten“, so der Generaldirektor der FAO, José Graziano da Silva.

Konflikte, Instabilität, Auswirkungen von Klimaschocks. Zur Verwirklichung des Ziels „Kein Hunger“ müssen Jungen und Mädchen gut ernährt und gut ausgebildet werden, die Teilhabe von Frauen muss tatsächlich gewährleistet sein und die ländliche Infrastruktur muss gestärkt werden“, ergänzt WFP-Exekutivdirektor David Beasley.

Die EU stellt im Zeitraum 2014 bis 2020 fast 9 Mrd. Euro für Initiativen in den Bereichen sichere Nahrungsmittel- und Nährstoffversorgung sowie nachhaltige Landwirtschaft bereit, die in über 60 Ländern durchgeführt werden. EU-Entwicklungskommissar Neven Mimica: „Ein stärkeres Globales Netzwerk gegen Ernährungskrisen kann dazu beitragen, für die Notleidenden die konkreten Veränderungen herbeizuführen, die sie benötigen.“

Lesestoff:

Hier finden Sie den Bericht http://fsinplatform.org/global-report-food-crises-2019

roRo

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