„Iss gesund und fühl dich gut!“

Ernährung

EU will Schulmilch und -fruchtprogramm zusammenlegen

Als Marketingprogramm und Promotion für gesunde Ernährung wurden 1977 das Schulmilch- und im Jahr 2009 das Schulobstprogramm von der EU aufgelegt. Derzeit kommen europaweit 20 Millionen Kindern in den Genuss von Schulmilch und 8,5 Millionen in den Genuss von geförderten Schulobstprogrammen. Obst, Gemüse und Milch werden rückläufig konsumiert, dafür steigt der Anteil übergewichtiger Kinder. Beide Programme wollen dem entgegenwirken.

Die EU-Kommission hat am Donnerstag vorgeschlagen, die beiden Programme in einem gemeinsamen Rahmen zu packen. Unter dem Motto „Iss gut, fühl dich gut“ soll die gemeinsame Kampagne nachdrücklicher auf die Ernährungsgewohnheiten einwirken. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos: „Mit den heute vorgeschlagenen Änderungen möchten wir auf den bestehenden Regelungen aufbauen, den rückläufigen Trend beim Verbrauch umkehren und Kinder für die potenziellen Vorteile dieser Erzeugnisse sensibilisieren. Dies ist eine wichtige Maßnahme, um die Essgewohnheiten von Kindern nachhaltig zu ändern und das Bewusstsein für große gesellschaftliche Herausforderungen zu stärken. Außerdem hoffe ich, dass es auf diese Weise möglich sein wird, die Beziehungen zwischen Erzeugern landwirtschaftlicher Produkte und Kindern, ihren Eltern und Lehrern, insbesondere in städtischen Gebieten, zu verbessern.“

Beide Programme bekommen einen neuen Rechts- und Finanzrahmen, der vor allem die Verwaltungsvorschriften vereinfachen soll. Am Ende sollen der Verwaltungs- und Organisationsaufwand für die nationalen Behörden, die Schulen und Lieferanten einfacher und mehr Programme realisiert werden.

2014 stehen insgesamt 197 Millionen Euro zur Verfügung (122 Millionen für Milch und 75 Millionen für Obst), später sind 230 Millionen Euro (150 Millionen für Milch und 80 Millionen für Obst) vorgesehen.

Wenn schon eine Reform ansteht, dann aber auch mehr. Die European Dairy Association (EDA) weist daraufhin, dass in manchen Regionen nicht die Milch, sondern Käse und Joghurt zur Schulspeisung gehören. Wenn das Schulmilchprogramm nicht an Effizienz verlieren soll, dann müssten die Mitgliedsländer die Möglichkeit erhalten, auch verarbeitete Milchprodukte in das Fördersystem aufzunehmen, forderte EDA-Generalsekretär Alexander Anton.

roRo

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