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Karpfensaison hat begonnen

Ernährung

Teichwirte fischen Karpfen ab

In den niedersächsischen Teichwirtschaften hat die „Ernte“ begonnen: Die Teichwirte fischen die Karpfen ab. Nach Umfragen des Landvolk-Pressedienstes freuen sich die Teichwirte auf gute Qualitäten, allerdings bringen die dreijährigen Speisekarpfen mit 1,5 bis zwei Kilogramm nicht ganz so viel auf die Waage wie in wärmeren Jahren. Den ursprünglich aus Asien stammenden Süßwasserfischen hat es in diesem Jahr ein wenig an Sonne und Wärme gefehlt, erklärt Torben Heese von den Aschauteichen. Dagegen gab es kaum Probleme mit der ausreichenden Wasserversorgung, die Teiche waren immer gut mit Wasser gefüllt. In niederschlagsarmen Jahren gibt es dagegen durchaus Probleme mit dem nötigen Frischwasser. Die Teichwirte bieten küchenfertige Karpfen für 7,50 bis 8,50 Euro je Kilogramm direkt ab Anlage an. Zunehmend gefragt ist auch das Filet, das sich noch vielseitiger und leichter zubereiten lässt als ein ganzer Fisch. Der Preis für diese saisonale Spezialität liegt bei etwas mehr als 18 Euro je Kilogramm.

Die Karpfenerzeugung in Niedersachen hat eine über 100-jährige Tradition. Die extensive Wirtschaftsweise wird von zehn Haupterwerbsbetrieben und circa 1.000 Neben- und Zuerwerbsbetrieben fortgeführt. Jährlich werden nach Angaben des Landesfischereiverbandes Niedersachsen etwa 250 Tonnen Speisekarpfen verarbeitet oder verkauft. Auf den rund 2.100 Hektar teichwirtschaftlicher Nutzfläche wachsen außerdem andere hochwertige Fische wie Hecht, Schleie oder Zander heran. Allerdings erschweren Kormorane und andere gefräßige Vögel die Karpfenzucht. Die Fischräuber machen Jagd auf die jungen Karpfen verletzen dabei auch viele andere Fische, die dann leider für den Verkauf als Speise- oder Besatzfisch nicht mehr in Frage kommen.

LPD

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