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Kartoffelvielfalt aus Chile

Ernährung

Alte Kartoffelsorten haben es in sich

Pflanzenforscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Pflanzenphysiologie haben zehn Kartoffeln von der Insel Chiloe, die vor Chile gelegen, die größte Viefalt an Kartofelnsorten beherbergt, mit zehn chilenischen Festlandssorten und zwei europäischen Sorten miteinander nach Anbau und dreimonatiger Lagerung im Halbdunkel verglichen. Sehr große Unterschiede fanden sich beim Glukosegehalt. Die Werte unterschieden sich in der Schale um den Faktor vier, im Mark sogar um den Faktor acht. Noch stärker variierten die Werte bei der Fructose. Auch bei den Aminosäuregehalten gab es Unterschiede.

„In Summe hat die Charakterisierung der Metabolitzusammensetzung der nativen Kartoffelakzessionen von Chiloé aufgezeigt, dass deren Genotypen nützlich sein können, um die metabolischen Prozesse zu verstehen, die mit erstrebenswerten phänotypischen Merkmalen zusammenhängen“, resümieren die Autoren der Studie. Sie empfehlen, diese Arbeit nun auf umfangreichere Sammlungen auszuweiten, um die globale Diversität der Kartoffel besser nutzen und die beschriebenen Korrelationen bestätigen zu können.

Lesestoff:

Inostroza-Blancheteau, C. et al. (2018): Metabolic diversity in tuber tissues of native Chiloé potatoes and commercial cultivars of Solanum tuberosum ssp. tuberosum L. In: Metabolomics, 14:138, (04.10.2018), doi: 10.1007/s11306-018-1428-7.

roRo

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