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Kürbis könnte mehr sein

Ernährung

Kürbis noch nicht in aller  Munde

Herbstzeit ist Kürbiszeit, und schon seit Anfang September sind die Kürbisse mit ihrer Farben- und Formenvielfalt wieder in den Gemüsetheken der Supermärkte zu finden. Die Kürbissaison in Deutschland ist nur kurz, und hat ihren Höhepunkt in den Monaten September und Oktober.

Das ist auch die Zeit, in der Kürbisse intensiv vom Lebensmitteleinzelhandel beworben werden. Auch wenn der Kürbismarkt in Deutschland in den vergangenen Jahren ein beachtliches Wachstum hingelegt hat, ist der Kürbis doch noch weit davon entfernt, ein Produkt für Jedermann zu sein.

In Deutschland kauft aktuell nur jeder achte Haushalt mindestens einmal pro Jahr frische Kürbisse ein. Das zeigt eine Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) auf Basis des GfK-Haushaltspanels. Das ist auch der Grund dafür, dass die durchschnittliche jährliche Einkaufsmenge mit 350 Gramm je Haushalt immer noch verhältnismäßig klein ausfällt. 350 Gramm sind gerade einmal ein Drittel eines kleinen Hokkaido-Kürbisses. Allerdings sind die Steigerungsraten enorm. Seit 2004 ist die private Nachfrage nach Kürbissen um durchschnittlich 21 Prozent pro Jahr gestiegen.

Die Kürbiskäufe der privaten Haushalte zeichnen sich durch einen recht hohen Bio-Anteil aus. 2011 hatten gut 23 Prozent der gekauften Kürbisse Bio-Qualität, so die Angaben im GfK-Haushaltspanel. Ein Blick auf die Aktionspreise für Kürbisse zeigt, dass der Bio-Anteil sogar noch etwas höher liegen könnte.
Wie bei vielen anderen Produkten aus dem Obst- und Gemüsesortiment führt der Weg aus der Nische auch bei Kürbissen über die Discounter. In den vergangenen vier Jahren ist der Anteil der Discounter an den gesamten Kürbiskäufen der privaten Haushalte sprunghaft gestiegen. Noch bis 2006 hatten die Discounter lediglich einen Anteil von rund zehn Prozent. 2007 begannen die Discounter verstärkt Kürbisse anzubieten. Bis 2011 hat sich der Dis-countanteil auf fast 35 Prozent erhöht.

Ob der Kürbisanbau in Deutschland nun der gestiegenen Nachfrage folgt, oder selbst für das Wachstum verantwortlich ist, lässt sich nicht eindeutig feststellen. Fakt ist jedoch, dass der Kürbisanbau in Deutschland in den vergangenen Jahren kräftig zugelegt hat. So wurden 2011 auf einer Fläche von 2.079 Hektar Kürbisse angebaut. Damit ist die Kürbisfläche in Deutschland in den vergangenen Jahren um mehr als 70 Prozent gestiegen. Anbauschwerpunkte befinden sich in Bayern und Baden-Württemberg, die zusammen 46 Prozent der bundesweiten Kürbisfläche ausmachen. Daneben sind auch in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Brandenburg größere Kürbisflächen zu finden. 2011 wurde mit gut 55.000 Tonnen die bislang größte Kürbisernte in Deutschland eingefahren

AMI

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