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Lebensmittel verlieren Vertrauen

Ernährung

Verbraucher differenzieren nicht im Alltag

Pferdefleisch: Kein Skandal, sondern ein kriminelles Verhalten, das auch eine Kennzeichnung nicht verhindert hätte. Bio-Eier: Die Vergehen sind schon zwei Jahre alt. Auch beim Thema Aflatoxine im Mais ließen sich Differenzierungen ausarbeiten, die eine Skandalisierung vom Wahrheitsgehalt abtrennen lässt. Die Ernährungsbranche ist bemüht, die Verbraucher nicht zu verlieren. Allein, es hilft nichts.

Seit 2009 veröffentlicht die Gesellschaft der Public Relations Agenturen (GPRA) einen Vertrauensindex für die einzelnen Märkte. Die Agenturen, die an erster Stelle mit den Verbrauchern kommunizieren, stellen für den Mai 2013 ein ernüchterndes Bild aus. Die Lebensmittelbranche hat ihren vorderen Platz verloren und sich mit einem Minus von 13,2 Prozent noch hinter dem Flugverkehr eingereiht, dem entscheidende Anteile am Klimawandel nachgesagt werden.

Den tiefen Fall erklärt die GPRA mit den Lebensmittelkrisen, die „einen unmittelbaren Einfluss auf alle fünf abgefragten Vertrauensdimensionen haben. Im Bereich Kompetenz und Qualität stehen nur noch die Banker unter der Ernährungsbranche.

„Die Ergebnisse zeigen: Aus Verbrauchersicht reiht sich ein Lebensmittelskandal an den nächsten. Die so entstehende Verunsicherung schlägt sich in einem deutlichen Vertrauensverlust nieder.“, so Uwe A. Kohrs, GPRA-Präsident: „Es gelingt der Lebensmittelbranche immer noch nicht, aus dieser Negativspirale herauszukommen.“

roRo; Grafik: GPRA

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