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Lebensmittelsicherheit im EP

Ernährung

Forschungsprojekte im Europäischen Parlament

Am Donnerstag präsentierten sich acht europäische Forschungsprojekte zum Thema Lebensmittelsicherheit im Europäischen Parlament, um die praktischen Ergebnisse einmal fokussiert darzustellen.

ISAFRUIT
Das Projekt zeigt, dass 300 Gramm Äpfel am Tag den Cholesterinspiegel um bis zu zehn Prozent senken. Das sind etwa zwei Stück am Tag. Außerdem gibt es neue Protokolle für die Obstzüchtung, allergene Inhaltsstoffe zu reduzieren. Das in Dänemark koordinierte Projekt will auch neue Wege entwickeln, Krankheiten von Obst und Gemüse ohne Pflanzenschutzmittel zu minimieren. In dem Zusammenhang habe sich bereits gezeigt, dass Dippen von Äpfeln von 40 Sekunden in 50 Grad heißem Wasser Escherichia coli und Salmonellen sowie Listerien vermeidet. www.isafruit.org

EPIZONE
In den Niederlanden wird das Projekt koordiniert, das Tierkrankheiten wie Blauzunge oder die Maul- und Klauenseuche kontrollieren und verhindern will. Solche Krankheiten verursachen entlang der ganzen Lebensmittelkette hohen Schaden und sind im Fall der Geflügelpest sogar hoch sensibel für die Bevölkerung. Wissenschaftler tauschen in diesem Projekt Erfahrungen zur Identifizierung, Epidemiologie und Bekämpfung aus, um künftige Ausbrüche zu verhindern oder zumindest einzudämmen. www.epizone.eu.net

ECNIS
Das von Polen aus koordinierte Projekt führt Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen zusammen. Das Netzwerk hat sich um diätetische und genetische Faktoren gekümmert, die in Abhängigkeit von Umweltfaktoren Krebs erzeugen. Im Studienverlauf wurden so genannte Bio-Marker identifiziert, die in Zellen, im Gewebe oder in den Organen Risikofaktoren kennzeichnen. Aus den Ergebnissen heraus soll Functional Food entwickelt werden, das gegen DNS-Schäden schützt. www.ecnis.org

EUROFIR
Mehr als 200 Forscher aus insgesamt 21 Ländern sind in EUROFIR zusammengefasst, das von England aus koordiniert wird. Über einen Web-basierten Austausch wollen die Experten mehr über sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und Mineralstoffe in der Nahrung herausfinden. Das Wissenstool steht auch der Öffentlichkeit und Behörden zur Verfügung. www.eurofir.net

AQUAMAX
Norwegen leitet das Projekt, bei dem Wissenschaftler nach Alternativen in der Fischfütterung von Aquakulturen suchen, um sicheren Fisch, gesunde Lebensmittel und gleichzeitig einen „grüneren Planten“ zu erhalten. Die Experten wollen so viel Fischmehl und Fischöl als Futter ersetzen, wie es geht. Außerdem liegen erste Ergebnisse über den Genuss von fetten Fisch während der Schwangerschaft vor. Sie zeigen gesundheitsfördernde Wirkungen. http://www.aquamaxip.eu

EUFRESHBAKE
Mehr als 30 Millionen Tonnen Brot verzehren die Europäer im Jahr. Rund die Hälfte des Brotes ist mittlerweile im industriellen Maßstab vorgebacken. Kleinere Verkaufsstellen backen es dann nur noch fertig. EUFRESHBAKE hat mit Infrarot-Technik den Energiebedarf auf der Industriestufe mittlerweile um 30 Prozent senken können. Außerdem könne Brot auf diesem Weg noch zusätzlich mit gesundheitsfördernden Substanzen angereichert werden. Auch glutenfreies Brot wird erzeugt. Die Projektkoordination liegt in Frankreich. www.eu-freshbake.eu

HEALTHGRAIN
Die Finnen koordinieren das Projekt, bei dem Cerealien als Waffe im Kampf gegen metabilosche Störungen eingesetzt wird. Im Wesentliche geht es um Ballaststoffe, die gegen Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauferkrankungen wirken. Es wurden bioaktive Stoffe deaktiviert, so dass mehr Vollkorn aufgenommen werden kann. Außerdem haben die Forscher eine Weizensorte gezüchtet, die mehr gesundheitsfördernde Stoffe beinhalten und Methoden entwickelt, glutenfreie Nahrungsmittel zu erzeugen. www.healthgrain.eu

MONIQA
Österreicher koordinieren das Projekt, mit dem weltweit Protokolle entwickelt werden, die Erzeugung von Nahrungsmitteln nachvollziehbarer zu gestalten. Mehr als 33 internationale Organisationen sind an MONIQA beteiligt, um dem Verbraucher Produkte in das Regal zu bringen, denen er vertrauen kann. Ziel ist ein Zusammenarbeiten von Produzenten, Händler und Zertifizierungsgesellschaften im globalen Markt. www.moniqa.org

roRo

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