Mindesthaltbarkeitsdatum Plus

Ernährung

„fodsave2025“ will MHD verbessern

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt Verbrauchern lediglich die Garantie, dass Geschmack, Farbe und Aroma des Produktes bis zu diesem Tag bei sachgerechter Lagerung unverändert ist. In den allermeisten Fällen kann das Produkt noch darüber hinaus verzehrt werden. Oft wird es aber von Verbrauchern schon weggeschmissen. Mehr Lebensmittelhändler reduzieren diese Verschwendung, indem sie einen Tag vor Ablauf des MHD Produkte verbilligt anbieten.

Die Schweizer Arbeitsgruppe „foodsave2025“ geht einen anderen Weg. In ihr sind nicht nur Lebensmittelretter, sondern auch Wissenschaftler der Lebensmittelindustrie, die Industrie selbst und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen vertreten. Das breit aufgestellte Bündnis hat diese Woche das neue „Mindesthaltbarkeitsdatum +“ vorgestellt. Der erweiterte Zeitraum gibt den Verbrauchern Orientierung, bis wann bei korrekter Lagerung das Produkt ohne Sicherheitsbedenken verzehrt werden kann. Das entspricht dem Verbrauchsdatum. In einem ersten Schritt wird eine Sensibilisierungskampagne Konsumenten informiert. Ein Leitfaden wird die Unterschiede zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum erklären, schreibt der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID). Der Leitfaden beschreibt die korrekte Lagerung des Lebensmittels, um es noch am Verbrauchsdatum zu genießen. Mit einem Verbrauchsdatum gekennzeichnete und zum Einfrieren geeignete Lebensmittel werden vor Ablauf des Datums fachgerecht eingefroren und neu etikettiert und so als Tiefkühlprodukte weitere 90 Tage lang abgegeben und verwendet. Langfristig soll auch am „Point of Sales“ angesetzt werden und die Detaillisten bei der Sensibilisierung und Umsetzung helfen. „MHD+“ soll Tausende von Tonnen an Lebensmittel vor der Verschwendung retten.

Roland Krieg

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