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Mineralwässer sind gut bis sehr gut

Ernährung

Auf Mineralwasser ist Verlass

Die Deutschen lieben Mineralwasser. 140 Liter trinken sie im Durchschnitt pro Kopf. Bevorzugt werden Wässer mit mittlerem Gehalt an Kohlensäure.

Für das aktuelle August-Heft hat die Stiftung Warentest 31 Mineralwässer Medium geprüft und bei 27 Produkten ein „gut“ und „sehr gut“ vergeben. Das beste Wasser kostet lediglich 13 Cent pro Liter. Zwar schneiden auch die Bio-Mineralwässer ab, kosten aber das Vier- bis Sechsfache.

Rückstände unbedenklich

Gesundheitlich unbedenklich, aber ärgerlich sind Funde von Abbauprodukten von Pflanzenschutzmittel, einem Süßstoff und einem Komplexbildner, wie er in Waschmitteln genutzt wird, gewesen. Ein Mineralwasser wurde wegen Urangehalts abgewertet. Mikrobiologisch waren alle Wässer einwandfrei.

Mineralwasser ist das einzige Lebensmittelin Deutschland, das amtlich anerkannt werden muss. Es darf nur aus ursprünglich reinen Quellen stammen, die vor Verunreinigungen geschützt sind.  Mineralwasser ist am Quellort abzufüllen. Erlaubt ist nur das Abtrennen von Eisen- und Schwefelverbindungen.

Geschmack

Der Geschmack eines Mineralwassers hängt von den Erdschichten ab, durch die es im Boden hindurch sickert. Der Geschmack macht bei der sensorischen Beurteilung 40 Prozent aus. Die mikrobiologische Beschaffenheit wird zu zehn Prozent bewertet. Mineralwasser kann tatsächlich mineralisch, sauer, salzig und Bitter schmecken. Es kann sogar ein austrocknendes Mundgefühl hinterlassen. Auf jeden Fall darf es nicht nach Acetylaldehyd oder Kunststoff aus der Verpackung schmecken. Auch nicht fruchtig.

Verpackung und Mineralgehalt

Der Blick auf die Verpackung ist ebenfalls in die Benotung eingegangen. Mehrweg wird besser als Einweg bewertet. Noch besser ist es, wenn eine regionale Quelle mit Mehrwegflasche genutzt wird, schreiben die Tester.

Im Jahr 1980 hat die EU einen Mindestgehalt an Mineralstoffen aufgegeben. Der Spitzenwert lag bei 2.307 Milligramm Mineralstoffe pro Liter, die Hälfte schaffte weniger als 500 mg. „Da liefert manches Trinkwasser mehr“, heißt es. Das ist auch wegen fehlender Verpackung umweltgerechter.

Welche Wässer gibt es?

Natürliches Mineralwasser muss mindestens die folgenden Anforderungen erfüllen: Ursprung aus unterirdischen, vor Verunreinigung geschützten Quellen; ursprüngliche Reinheit mit einem Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen, insbesondere mit ernährungsphysiologischer Wirkung; die Zusammensetzung und wesentlichen Merkmale bleiben im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant und die Werte nach der MTV dürfen nicht überschritten werden.

Stillem Mineralwasser wurde die Kohlensäure vollständig oder teilweise entzogen und wird in die grüne Brunneneinheitsflasche abgefüllt.

Quellwasser stammt auch aus unterirdischen Wasservorkommen, hat aber geringere Anforderungen als das Mineralwasser.

Tafelwasser wird aus Mineral- und Trinkwasser hergestellt und darf zusätzlich nur noch Natursole, Meerwasser, Natriumchlorid oder erlaubte Mineralsalze enthalten. Es muss der Trinkwasserverordnung entsprechen und darf auch außerhalb des Quellortes abgefüllt werden. Sodawasser ist ein spezielles Tafelwasser mit mindestens 570 mg Natriumhyrogencarbonat pro Liter.

Heilwasser ist vergleichbar mit natürlichem Mineralwasser, muss aber zusätzlich noch krankheitsheilende, -lindernde oder -verhütende Eigenschaften aufweisen, die wissenschaftlich nachgewiesen sind. Heilwasser zählt daher nicht zu den Lebens-, sondern zu den Arzneimitteln. Es darf aber wegen seiner milden Wirkung ohne Verschreibung durch den Arzt getrunken werden.

Roland Krieg

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