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Mit Hopfen gegen Listerien

Ernährung

Hopfenextrakt als natürliches Konservierungsmittel

Bakterien wie die Listerien in dänischer Wurst sind auch in Industrieländern eine tägliche Gefahr. In beliebter Frischware wie Fisch, Fleisch oder frisch zugeschnittene Salaten tummeln sich die Krankheitserreger besonders gerne. Vieles davon wird nicht pasteurisiert und nur minimal gegart. Daher verderben sie leicht.

Konservierungsstoffe sollen diesen Verderb hinauszögern. Aber: „Synthetische Substanzen wie Benzoe- oder Sorbinsäure lehnen allerdings viele Verbraucher ab“, erläutert Dr. Carolin Hauser vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV). Mittlerweile stehen auch künstlich erzeugte Zusatzstoffe in der Kritik. Natürlich soll alles sein, also auch das Konservierungsmittel. Insbesondere Hopfenextrakt zeigt sich nach zahlreichen Tests antimikrobiell wirksam.

Als Trägersystem für Hopfenextrakt eignen sich Marinaden für die Anwendung bei Fleisch. Bei Schnittsalat und Obst hat sich das Besprühen oder Dippen in wässriger Lösung als geeignetste Methode erwiesen.

„Die Projektergebnisse bieten Herstellern von Fertiggerichten mit frischen Komponenten zusätzliche Möglichkeiten, ihre Waren sicherer zu machen.“, stellt Dr. Hauser abschließend fest. Eine längere Haltbarkeit der Frischeprodukte bedeute außerdem eine weniger aufwändige Logistik mit größerer Distributionsreichweite. Der Verzicht auf chemische Konservierungsstoffe erhöhe darüber hinaus beim Verbraucher die Akzeptanz der Produkte.

roRo

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