Mozzarella-Sieger kommt aus dem Discount
Ernährung
Stiftung Warentest hat Büffel- und Kuhmilchmozzarella geprüft
Keine Party ohne Mozzarella mit Tomaten und Basilikum – die Deutschen lieben ihr Caprese. Vor allem die Kuhmilchvariante des Mozzarella kaufen sie, obwohl die Spezialität traditionell aus Büffelmilch hergestellt wird. Büffelmozzarellas gelten als Gourmet-Käse und sind oft entsprechend teurer. Die Stiftung Warentest hat insgesamt 20 Käse im Prüflabor untersucht. Das Ergebnis: Geschmacklich konnten die meisten Käse überzeugen. Was Schadstoffe angeht, schnitten 16 Mozzarellas mit gut, vier sogar mit sehr gut ab. Drei wiesen allerdings einen erhöhten Gehalt an Keimen auf
Fünf waren sogar in der sensorischen Prüfung „sehr
gut“. Ein Bio-Produkt war hingegen kurz davor, ungenießbar zu werden und
schnitt nur „ausreichend“ ab. Von 4 Büffelmozzarellas waren zwei „gut“, die
anderen beiden nur „ausreichend“, hier fanden die Tester einen hohen Gehalt an
Darmbakterien. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der Mai-Ausgabe der
Zeitschrift test, die ab heute im Handel ist.
Die fünf besten Kuhmilchmozzarellas kommen vom Discounter und kosten zwischen 55 und 89 Cent für eine 125-Gramm Packung. Gar nicht gut schmeckte den Testern hingegen der Bio-Mozzarella einer Regionalmarke; hier waren die mikrobiologische Qualität und damit das Gesamturteil nur „ausreichend“. Das gilt auch für zwei von vier Büffelmozzarellas, bei denen ein hoher Gehalt an Enterobakterien den Genuss trübte. Diese Keime gehören zur Darmflora von Mensch und Tier und können während der Produktion in den Käse gelangen, wenn es an Hygiene mangelt.
Dennoch hat sich die Qualität von Mozzarellas offensichtlich deutlich verbessert. Vor rund elf Jahren hatte die Stiftung Warentest die italienische Spezialität schon einmal getestet. Damals war der Gehalt auffälliger Keime noch in jedem zweiten Produkt erhöht.
Stiftung Warentest (Text und Titelfoto)