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News aus die „Beerenfamilie“

Ernährung

Beeren-Saison

Ob rot oder schwarz, süß oder säuerlich, groß oder klein – im Sommer ist die Auswahl an frischen und regionalen Beeren besonders groß. Dass die kleinen Früchte lecker, gesund und in der Küche vielfältig einsetzbar sind, erklärt sich von selbst. Doch was nur die wenigsten wissen: Einige der beliebten Beeren sind streng genommen gar keine Beeren. Die BVEO hat 7 spannende Fakten rund um die kleinen Früchtchen zusammengestellt.

1. Nicht alle Beeren sind Beeren

Bei den Beerenfrüchten unterscheidet die Botanik zwischen Schließ- und Sammelfrüchten. Als echte Beerenfrüchte werden nur die Schließfrüchte bezeichnet. Ihre Samen sind auch im vollreifen Zustand vom Fruchtfleisch umhüllt. Das ist beispielsweise bei Johannisbeeren und Blaubeeren der Fall. Befinden sich die Samen stattdessen auf der äußeren Oberfläche, handelt es sich um eine Sammelfrucht. Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren sind somit zumindest aus botanischer Sicht keine echten Beerenfrüchte. Aufgrund ihrer Eigenschaften werden sie im allgemeinen Sprachgebrauch trotzdem als Beerenobst bezeichnet.

2. Es gibt sie auch in weiß

Köstlich säuerliche rote und schwarze Johannisbeeren erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sorgen sowohl pur als auch in Kuchen und Desserts für großen Genuss. Noch nicht ganz so bekannt ist die weiße Johannisbeere. Sie schmeckt etwas süßer als ihre roten Schwestern.

3. Handverlesen

Himbeeren haben ein besonders zartes Fruchtfleisch. Daher reagieren die süßen Früchte sehr empfindlich auf Druck. Damit es bei der Ernte nicht zu Schäden an den Beeren kommt, werden sie ausschließlich per Hand geerntet. Tipp: Bei der Lagerung von Himbeeren darauf achten, dass sie vorsichtig und locker nebeneinander gelegt werden. In einer Schale im Kühlschrank halten sie sich so bis zu drei Tage.

4. Beeren sind hervorragende Vitaminlieferanten

Nie war das Decken des Vitamin C Tagesbedarfs einfacher und leckerer als mit Beeren. Beispielsweise reichen bereits 150 bis 200 Gramm Erdbeeren aus, um den Körper 24 Stunden lang mit ausreichend Vitamin C zu versorgen. Daneben enthalten die süßen Früchte auch viele andere gesunde Nährstoffe. Brombeeren sind zum Beispiel der größte Provitamin-A-Spender unter den Beeren. Besonders praktisch: Die leckeren Vitaminlieferanten müssen vor dem Verzehr nicht aufwändig geputzt, geschält und zubereitet werden.

5. Heidelbeeren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit

Die Anbaufläche für Heidelbeeren, die auch Blaubeeren genannt werden, ist in Deutschland in den vergangenen 10 Jahren um fast 80 Prozent gestiegen. Auf einer Gesamtfläche von 2.480 Hektar konnten 2015 rund 12.000 Tonnen Heidelbeeren deutscher Erzeuger geerntet werden. Wie wäre es also beim nächsten Frühstück mit einem leckeren, selbst gemachten Heidelbeer-Joghurt?

6. Es kommt nicht auf die Farbe an

Je dunkler die Beere desto intensiver ihr Aroma? Falsch! Die Farbe der Frucht gibt nicht immer Auskunft über ihren Geschmack, denn die Farbintensität variiert von Sorte zu Sorte. Während manche Erdbeeren im hellroten Zustand schon ihr volles Aroma entwickelt haben, sind andere erst dann reif, wenn sie tiefrot sind. Somit sind dunkelrote Erdbeeren nicht unbedingt süßer und hellere nicht zwangsläufig säurehaltiger.

7. Auch in den Stielen steckt Gutes drin

Wer erfrischenden Johannisbeersaft herstellen möchte, kann die Stiele ruhig mit in den Topf geben. Denn sie enthalten Gerbsäure und geben dem Fruchtsaft besonders viel Aroma. Einfach Johannisbeeren in einen großen Topf geben, mit dem Stampfer zerdrücken, einen Liter Wasser hinzugeben und 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Das Fruchtfleisch mit einem Sieb auffangen und den Saft mit etwas Zucker erneut aufkochen lassen. Schaum gegebenenfalls abschöpfen, den Saft in Flaschen geben, abkühlen lassen und genießen.

BVEO

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