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Öko-Test: Kochschinken

Ernährung

Kochschinken oft verkeimt und verdorben

Zur Spargelzeit hat auch der Kochschinken Hochsaison. Das Frankfurter Verbrauchermagazin Öko-Test wollte deshalb wissen, wie es um die Qualität von fertig verpackten Schinken aus dem Supermarkt bestellt ist und lies 14 Produkte in Laboren auf Keime und chemische Parameter untersuchen. Das Ergebnis kann einem den Appetit verderben, wie Chefredakteur Jürgen Stellpflug meint: „Viele Proben waren zum Ende der Mindesthaltbarkeit völlig verkeimt. Meist handelt es sich dabei zwar glücklicherweise um Milchsäurebakterien, die keine Krankheiten auslösen, doch sie machen den Schinken ungenießbar.“ Die Labore fanden vereinzelt aber auch die gefährlicheren Enterobakterien; das ist eine Gruppe von Keimen, unter denen sich auch solche befinden, die krank machen können. Um zu kontrollieren, ob die Keimbelastung einmalig oder ein dauerhaftes Problem ist, hat das Verbrauchermagazin drei Chargen untersuchen lassen. Allein die Produkte von Herta und Lidl konnten hier überzeugen.
Öko-Test kritisiert zudem, dass viele Hersteller den Geschmack des Schinkens mit Aromen, Hefeextrakt oder mit Würze aufpeppen möchten. Der umstrittene Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat ist zwar in keinem Produkt enthalten, aber in Hefeextrakt und in der Würze steckt in aller Regel Glutamat.
Verbrauchern, die gerne Kochschinken essen, gibt Öko-Test den Tipp, die Ware nicht bis zum letzten Tag des Mindesthaltbarkeitsdatums aufzuheben. Man sollte Produkte kaufen, die noch lange haltbar sind und diese innerhalb weniger Tage aufessen.

Öko-Test (Text und Foto)

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