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Ökologisch, regional, aber nicht mehr saisonal

Ernährung

Biogemüse aus dem Folientunnel

Nicht immer sind alle Verbraucherwünsche unter ein Dach zu bekommen. In der Summe scheinen ökologische Produkte, die regional und saisonal produziert werden, den höchsten Stellenwert zu haben. Im Winter wird die Versorgungslage dünner. Deutschland hat genug Wintergemüse für eine ausgewogene Versorgung – aber immer nur Kohl wird zunehmend fad.

Neben Milch ist Gemüse das wichtigste Sortiment im Biohandel. Im Winter haben viele Betriebe Schwierigkeiten, die Bedürfnisse der Verbraucher zu befriedigen. Feldsalat und Rucola stammen meist aus beheizten Gewächshäusern, für die eine Menge Energie aufgewandt werden muss. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat in einer Studie nach weiteren Möglichkeiten Ausschau gehalten.

Auf Biokunden zugeschnitten wurden Pak Choi, Mangold, Rote Beete, Winterpostelein und Wegerich als Frischgemüse in unbeheizten Folientunneln angebaut. Diese Sorten sind kältetolerant und haben drei Jahre lang zu Winterbeginn gute Erträge erzielt. Von Dezember bis März aber gingen die Erträge zurück, bei längeren Frostperioden sogar erheblich. Immerhin: Pro Quadratmeter wurden 400 bis 500 Gramm Salat bei zwei bis vier Schnitten geerntet. Probleme mit Mehltau im Tunnel tauchten nicht auf.

Ökonomisch war der Anbau rentabel und konnte durch zusätzliche Landgurken im Sommertunnel deutlich gesteigert werden. Die Deckungsbeiträge lagen bei 10,28 Euro je Quadratmeter Wintersalat und 7,70 Euro bei den Landgurken, was in einem guten Gesamtwert resultiert.

Bei den Verbrauchern kam das Frischgemüse aus dem Bio-Tunnel gut an.

roRo

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