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Ohne Eier kein Osterfest

Ernährung

Eier, Spargel, Fisch Rhabarber

Eier spielen zu Ostern eine zentrale Rolle. Dennoch wird die Verbrauchernachfrage zur Osterzeit oftmals überschätzt, teilt die Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) mit. So richtig in Schwung kommt der Absatz erst kurz vor den Festtagen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das Feiertagsgeschäft immer kurzfristiger geworden ist. Bereits in der Woche nach Ostern wird das Eierregal links liegen gelassen.
Im vergangenen Jahr haben die Bundesbürger im Schnitt 214 Eier im Jahr mehr verzehrt als im Vorjahr. Das sind vier Eier mehr. Zur Osterzeit liegt der Verbrauch gerade einmal um zwei Eier je Kopf höher als im Jahresdurchschnitt. Die Hälfte der Eier wird nach Analyse der MEG als Schaleneier verkauft. Pro Monat werden so pro Kopf lediglich nur neun Schaleneier verzehrt. Die übrigen Eier landen im Außer-Haus-Bereich oder in der verarbeitenden Industrie.
Mittlerweile sind die Eier nicht nur zu Ostern bunt. Rund 23 Prozent der Eier gehen gefärbt über den Ladentisch. Sonst liegt der Anteil bei zwei Prozent. Wer selber färbt bevorzugt weiße Eierschalen. Kurzfristig ist der Anteil nicht zu erhöhen, weil die Farbe der Eierschale genetisch bedingt ist. So wurde zu Ostern schon mal ein Engpass an weißen Eiern festgestellt. In diesem Jahr brauchen sich die Konsumenten nach Ansicht der MEG allerdings keine Sorgen zu machen.

Eier sind günstig

Der Landvolk Pressedienst hat sich umgehört: Zu Ostern sind die Eier nicht teurer als im Vorjahr, mitunter sogar preisgünstiger. Eine Zehnerpackung aus der Bodenhaltung kostet durchschnittlich 1,34 Euro, ein Cent weniger als 2009. Freiland- und Ökoeier sind mit 1,74 und 2,91 Euro lediglich ein bzw. drei Cent teurer als 2009. „Der Markt ist derzeit so ruhig wie selten vor Ostern“, kommentiert Dieter Oltmann vom Niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverband.

Regional kaufen

Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), wirbt bei den Verbrauchern, den Osterausflug mit einem Besuch bei Direktvermarktern zu krönen. Viele Hofläden haben ein breites Sortiment und sind auch in Ihrer Nähe, so Sonnleitner. Wer dann schon mal im Laden ist, der kann sich auch über die Haltungsformen informieren, so der Präsident weiter. Gegenüber anderen EU-Ländern sind die Haltungsanforderungen viel strenger ausgelegt: „Weil wir in Deutschland beim Tierschutz sehr viel tun, haben wir Marktanteile eingebüßt. Fast jedes zweite Ei kommt momentan aus anderen EU-Ländern. Wer unsere Eiererzeuger unterstützen will, kauft deshalb am besten direkt ab Hof oder auf den Wochenmärkten.“ Sonnleitner empfiehlt, beim Eierkauf wachsam zu sein. Oft würden Eier angeboten, die denen die Herkunftsangabe auf der Verpackung mit dem Stempelcode auf dem Ei nicht übereinstimme. „DE“ soll dem Stempelcode voranstehen.

Spargel, Fisch und Rhabarber

Etwas früher hat die Spargelsaison eröffnet und die Bauern ziehen die ersten Folien von en Dämmen, stechen den ersten Spargel.
Oft wird aber auch der Rhabarber vergessen, der parallel Saison hat. Hier liegt die bedeutendste Anbauregion Deutschland im Rheinland. 278 von insgesamt 788 Hektar werden hier mit den sauren Stangen bebaut. Der Rhabarber gehört zu den Knöterichgewächsen, ist kalorienarm und reich an Vitamin C und A sowie an Mineralsalzen.
Und Ostern ist auch Fischzeit. Hauptsaison zu Ostern hat die Forelle. In Niedersachsen kommt traditionell zu Gründonnerstag und am Karfreitag frischer Fisch auf den Tisch. Gegenüber dem Landvolk Pressedienst weist Hermann Benecke, Vorsitzender der Sparte Forellenteichwirtschaft im Landesfischereiverband Niedersachsen, auch auf den nahen Verwandten der Forelle, den Saibling hin. Er ist genauso schmackhaft und grätenarm wie die Forelle, besitzt aber eine etwas zartere Haut und bleibt insgesamt kleiner, was vielen Verbraucherwünschen entgegenkommt.
In diesem Jahr sind die Fische mit der kalten Witterung besser zurecht gekommen als im Vorjahr, als die Schneeauflage die Gewässer lange Zeit verdunkelt hat. Dadurch sank der Sauerstoffgehalt und viele Fische erstickten, erklärt Benecke. Auch der Kormoran hat bislang nicht so zugeschlagen wie im letzten Jahr. Möglicherweise ein Grund für stabile Fischpreise: Etwa 10 bis 12 Euro kostet ein Kilo Forelle, der Saibling geht für einen Kilopreis von 12 bis 15 Euro weg. Die Fische sind küchenfertig, also ausgenommen, aber mit Kopf und Schwanz. Für Filets müssen Verbraucher rund 17 Euro je Kilogramm hinlegen.

Lesestoff:
Ein Bratenrezept gab es bereits am Freitag auf Herd-und-Hof.de.
Eine Auswahl an Direktvermarkter, öko und konventionell, groß und klein finden Sie hier:
www.einkaufen-auf-dem-bauernhof.de
www.direktvermarkter-brandenburg.de
www.landservice.de (NRW und NI)
www.direktvermarkter-bayern.de
www.direktvermarkter-baden-wuerttemberg.de
Wenn Sie wissen wollen, woher das Ei kommt, dann stöbern Sie auf der Seite www.was-steht-auf-dem-ei.de nach der Herkunft.

VLE

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