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Pimpinella anisum L.

Ernährung

Anis

> Eines der beliebtesten Weihnachtsgewürze ist auch gleichzeitig eines, welches aus dem Kräutergarten viel für die Gesundheit leisten kann: Anis. Betont wird übrigens die zweite Silbe.
Anis ist ein Doldenblütler, wie Dill, Kümmel und Koriander. Beschrieben wurde Anis schon in jahrtausend alten Schriften und zählt daher zu den ältesten Gewürzen. Die einjährige, krautige Pflanze stammt vermutlich aus dem östlichen Mittelmeergebiet und kann auch im heimischen Kräutergarten gezogen werden. Erntezeit ist von Juli bis September.
Weil Anis im überwiegenden die Verdauung fördert, wird es als Gewürz bei blähenden Kohlgerichten eingesetzt. Quetscht man die birnenförmigen, gerippten Spaltfrüchte und gießt einen gehäuften Teelöffel pro Tasse davon mit heißem Wasser auf, erhält man einen schleimlösenden Hustentee. Anis wirkt beruhigend auf das Nervensystem und anregend für das Herz. Als Überdosis führt es aber zu Tiefschlaf mit Muskellähmung. Berüchtigt ist der Absinth, der um die Jahrhundertwende ein beliebtes gesellschaftliches Getränk gewesen ist, aber im Zusammenspiel mit Alkohol entfaltet Anis auch seine verhängnisvolle Wirkung, die dem Maler Henri Toulouse-Lautrec ins Verderbnis führte. Eine therapeutische Wirkung hat Anis dann nicht mehr.

Für die Weihnachtszeit bietet der Bonner aid Infodienst jedoch ein wohlduftendes Plätzchenrezept an:
250 g Zucker mit drei kleinen Eiern schaumig verrühren, mit 250 g Mehl, 1 Prise Salz und 1 ? 2 Teelöffel Anis vermengen. Auf gefettetem Backblech zu kleinen Häufchen formen und über Nacht trocknen lassen, so dass sich ein Häutchen an der Oberfläche bildet. Am nächsten Tag bei 160 °C etwa 25 bis 30 Minuten backen. Und dann bleibt nur noch das genüssliche Verzehren am Adventswochenende.

VLE

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