PIWI-Weine schmecken und sind nachhaltig

Ernährung

PIWI-Weine decken schon fast das gesamte Sortiment ab

Wer Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, kurz PIWIs, trinkt, trägt zum ökologischen Wandel im Weinberg bei. Vergleichstests des im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen der nachhaltigen Landwirtschaft finanzierten Projekts VITIFIT haben ergeben, dass Muscaris, Helios, Fidelio, Cabertin und Co. auch geschmacklich mit den klassischen Rebsorten mithalten können. VITIFIT steht für das Projekt „Gesunde Reben (Vitis vinifera) im Ökoweinbau durch Forschung, Innovation und Transfer“

PIWI-Weine gibt es inzwischen in fast allen Geschmacksrichtungen. Beispielsweise mundet Muscaris wie Muskateller. Cabernet Blanc und Sauvignac können dem Sauvignon Blanc täuschend ähnlich sein. Wer Burgunderweine sucht, findet Helios ebenbürtig mit Weißburgunder und Souvignier Gris vergleichbar mit Grauburgunder. Liebhaber von Riesling-Weinen sollten Fidelio oder Calardis Blanc probieren. Cabernet Cortis und Cabertin entsprechen dem Cabernet-Typ, während die Sorte Satin Noir eher dem Pinot Noir ähnelt. Interessierte erkennen PIWI-Weine im Supermarkt an der Angabe der Rebsorte.

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Die Klimakrise hat uns fest im Griff. Sie betrifft uns alle und hat schon jetzt Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Doch wir können etwas dagegen unternehmen!

Solutions ist ein Fotoprojekt, welches positive Utopien schafft, indem es konkrete Lösungsansätze gegen die Klimakrise aufzeigt. Dazu reiste die Dokumentarfotografin Tina Eichner mit der Kamera im Gepäck zu verschiedensten Projekten in Deutschland und der ganzen Welt und dokumentierte unterschiedliche Möglichkeiten, wie schon heute etwas gegen die Klimakrise unternommen werden kann.

SOLUTIONS - Nachhaltige Lösungen für eine lebenswerte Zukunft. Oekom Verlag: https://www.oekom.de/buch/solutions-9783962383138
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Die klassischen Rebsorten sind anfällig für Pilzkrankheiten. Gerade im vergangenen, sehr nassen Jahr machten Falscher Mehltau und Grauschimmel den heimischen Trauben schwer zu schaffen. Helfen könnte der Anbau pilzwiderstandsfähiger Rebsorten (PIWIs). Derzeit werden PIWI-Rebsorten auf weniger als drei Prozent der Weinanbaufläche angebaut.

PIWI-Rebsorten benötigen je nach Jahrgang nur etwa ein Drittel der Pflanzenschutzmaßnahmen, die herkömmliche Sorten erfordern. Dies gilt sowohl für den konventionellen Weinbau als auch für die ökologische Traubenproduktion. Das spart nicht nur Pflanzenschutzmittel wie Kupfer, sondern auch CO2 und Arbeitszeit. Denn die Winzerinnen und Winzer müssen seltener mit dem Traktor durch den Weinberg fahren, verbrauchen also weniger Kraftstoff. Das schont gleichzeitig die Böden. Flora und Fauna können sich im Weinberg ungestörter entfalten.

BLE

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