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Privater Austausch von Muttermilch ist riskant

Ernährung

BfR warnt vor privatem Muttermilchaustausch

Muttermilch ist die beste Nahrung für den Säugling. Frühgeborene oder kranke Neugeborene können nicht gestillt und gegebenenfalls mit fremder Muttermilch versorgt werden.

Mittlerweile finden sich tauschbereite Frauen über das Internet. Die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung hingegen lehnt den privaten Austausch aus hygienischen Gründen ab. Nicht geprüfte Spenderinnen können AIDS, Hepatitis oder andere übertragbare Krankheiten verbreiten oder Medikamente nehmen, die auch über die Muttermilch weiter gegeben werden können.

Sicher ist der Austausch von Muttermilch über Frauenmilchbanken, die an Kinderkliniken angeschlossen sind. Ähnlich wie bei Blutspenden wird die Milch geprüft. Frauen können nur nach vorheriger medizinischer Untersuchung Milch spenden. Diese wird zudem bakteriologisch untersucht und pasteurisiert. Die Zusammensetzung der Muttermilch ändert sich während der Stillzeit und ist daher nicht für jedes fremde Kind geeignet. Außerdem ist bei einem privaten Tausch die Kühlkette vom Abpumpen bis zum Transport nicht gewährleistet.

Stillende Mütter, die das Gefühl haben, zu wenig Milch für die Ernährung ihres gesunden Kindes zu haben, sollen sich bei Kinderärzten, Hebammen oder Stillberaterinnen informieren. Derzeit gibt es 13 Frauenmilchbanken in Deutschland.

1959 gab es noch 86 Frauenmilchbanken in Ostdeutschland und 24 in Westdeutschland. Nach der Wende wurden alle im Westen geschlossen und im Osten sammelten noch 60 Milchbanken 200.000 Liter Milch pro Jahr.

Lesestoff:

www.europeanmilkbanking.com/germany.html

roRo

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