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PSM-Cocktail im Smoothie

Ernährung

Smoothies sind teure Alternativen für Obst und Gemüse

Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) hat aktuell in fünf von 19 untersuchten Smoothies (29 Prozent) Rückstände von bis zu sechs verschiedenen Pflanzenschutzmitteln gefunden. Das Problem: Für Smoothies gibt es keine gesetzliche Festlegung von erlaubten Rückstände, sagt Cornelia Trapp vom LALLF. Dennoch: Unter variablen Herstellungsbedingungen gesehen, gab es wohl keine Überschreitung der Höchstmenge.

Auffällig war eine vorverpackte Smoothie-Probe mit Banane, Erdbeeren und anderen Früchten. Diese enthielt Rückstände von sechs verschiedenen Wirkstoffen. Das waren alles Fungizide, also Mittel gegen Pilzbefall, wie zum Beispiel gegen Grauschimmel.
„Nicht nur bei Smoothies gilt, dass mit der Verwendung von unbehandelten Zutaten, am sichersten zertifizierten Bioqualitäten, die Belastung mit PSM-Rückständen am geringsten ist“, sagt Lebensmittelchemikerin Trapp.

Smoothies haben als Obst- und Gemüsedrink die Regale erobert. Sie sind aber, so Trapp, „die teuerste Art, Obst und Gemüse zu genießen“. Rund 600 Gramm Obst und Gemüse sollte der Konsument am Tag essen. Hersteller empfehlen ihren Drink gerne als Ersatzportion an. Nach Trapp kann der Drink durchaus eine Bereicherung für die tägliche Ernährung sein, aber kein ausschließlicher Ersatz für Obst und Gemüse. In vielen Produkten sind verarbeitete und erhitzte Bestandteile erhalten, die keinen Ersatz für die Frischware bieten. Außerdem haben einige Smoothies einen hohen Zuckeranteil.

roRo

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