Rapsöl und Tierfutter
Ernährung
Herzlich willkommen am Rapsstand
Noch Anfang der 90er-Jahre gab es deklariertes Rapsöl
hierzulande praktisch nirgendwo zu kaufen. Umso erfreulicher für die
Rapsbauern, dass 2014 insgesamt 77,9 Mio. Liter Rapsöl ihren Weg in bundesdeutsche
Einkaufswagen und -körbe fanden. Das waren 2,7 Mio. Liter mehr als im Jahr
davor. Mit einem Marktanteil von 40,2 Prozent ist Rapsöl jetzt mit Abstand das
beliebteste Pflanzenöl in Deutschland. Auf Platz 2 folgte Sonnenblumenöl mit
29,7 Prozent (57,5 Mio. Liter). Olivenöl belegte den dritten Rang in der
Beliebtheitsskala mit 17,7 Prozent (34,3 Mio. Liter). Insgesamt kauften die
deutschen Verbraucher im vergangenen Jahr 193,8 Mio. Liter Speiseöl ein.
Die Gründe, warum jedes Jahr eine steigende Zahl von
Verbrauchern zu Rapsöl greift, sind vielfältig. Ein wichtiger Grund ist
sicherlich die heimische Herkunft. Der Rohstoff, aus dem Rapsöl gewonnen wird,
wächst praktisch vor jedermanns Haustür. Damit verbunden sind
Produkt-sicherheit, kurze Transportwege und nicht zuletzt ein
verbraucherfreundlicher Preis. Angeboten wird Rapsöl als kaltgepresste
Spezialität ebenso wie als raffiniertes geschmacksneutrales Allround-Öl für
jeden Tag. Diese Angebotsvielfalt ermöglicht einen breiten Einsatz in der
Küche. Vom Salatdressing bis zum Frittieren reichen die
Verwendungs-möglichkeiten.
Das vielleicht wichtigste Argument für Verbraucher, ist seine mustergültige Fettsäuren-zusammensetzung. Rapsöl verfügt über einen hohen Gehalt an wertvollen Omega-3-Fettsäuren in Form der Alpha-Linolensäure. Diese trägt dazu bei, einen normalen Blutcholesterinspiegel aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus verfügt Rapsöl über einen hohen Gehalt an der einfach ungesättigten Ölsäure. Sie hat ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel. Ersetzt Ölsäure gesättigte Fettsäuren in der Nahrung, trägt auch sie zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutcholesterinspiegels bei.
Raps ist jedoch auch mehr als Öl, wie der Stand der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen auf dem Erlebnisbauernhof in der Halle 3.2 zeigt. Die kleine Mühle am Stand presst nicht nur Speiseöl, sondern auch eiweißreiches Tierfutter aus den kleinen schwarzen Samen. Wer Rapsöl in die Küche stellt, legt heimisches Tierfutter in den Trog.
Rapsrezept des Monats Januar:
Bananenbrot mit Nüssen
Zutaten für eine Kastenform, 30 cm:
1 Zitrone, unbehandelt, 3 reife Bananen, 125 g brauner Zucker, 125 g Rapsöl nach Wahl, z. B. mit Buttergeschmack, 150 g Joghurt, z. B. Sahne-Joghurt, 1 Ei (L), ½ TL Vanillepulver, ½ TL Salz, 150 g gemahlene Nüsse oder Mandeln nach Wahl, 150 g Mehl, Type 405. 1 Päckchen Backpulver
Zubereitung:
Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und eine große Kastenform mit Backpapier auskleiden.
Die Zitrone heiß waschen und gründlich abtrocknen. Die Schale fein reiben und den Saft auspressen.
Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken und mit Zucker, etwas Zitronensaft und -schale nach Geschmack vermengen.
Das Rapsöl mit Joghurt, Ei, Vanille und Salz verrühren, dann zur Bananenmischung geben. Nüsse, Mehl und Backpulver vermischen und mit der Rapsöl-Joghurt-Masse verrühren. Den Teig in die Form füllen und 45 Minuten auf der zweiten Schiene von unten backen.
roRo, UFOP; Fotos: roRo; Rezeptfoto: UFOP
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