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Regionale Angebote

Ernährung

Essen aus Deutschland

Regionales Einkaufen liegt im Trend. Doch nur wenige Zeitfenster bieten der Küche ein so reichhaltiges Angebot an saisonalen und regionalen Früchten wie die Sommerzeit. Die Marktübericht folgt dem aktuellen Marktbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Die Frühkartoffeln verdrängen Importware und weil sich die Angebotspalette stetig ausweitet, können Händler mittlerweile auch günstigere Preise durchsetzen. Das erleichtert den Verdrängungswettbewerb gegen italieninische und zyprische Knollen. Die Lagerbestände aus der letzten Ernte neigen sich dem Ende entgegen.

Bei Äpfeln lässt das Interesse an alten Lagerbeständen nach. Aus Polen drängen die ersten kleinen Mengen an Geneva Ealry und Bialy Nalew auf den Markt. Den Ton aber geben Apfelimporte aus Neuseeland und Chila an. Die Sortenpalette wird durch Ware aus Argentinien und Südafrika komplettiert.

Bei Trauben ist ein reges Angebot vorhanden. Italien und Ägypten bestimmen mit ihren Sorten die Regale und haben Überseeimporte nahezu verdrängt. Die ersten griechischen Tafeltrauben beleben den Handel und die Einkaufstaschen.

Trotz guter Ernte verknappen sich Kirschen auf den Großmärkten und verteuern sich. Die beliebten türkischen „Napoleon“ kommen in Hamburg mit schlechterer Qualität an und senken die Preise. Sehr gute Qualitäten sind auf der Handelsstufe und im Geschäft schnell vergriffen. In Berlin punktet sehtr gute polnische Ware, für die Konsumenten bis zu fünf euro je Kilo zahlen.

Wer Blumenkohl kauft, kann auf ein umfangreiches heimisches Sortiment zugreifen. Nur gelegentlich gelangt auch polnsiche Ware in die Geschäfte. Die ausgedehnten Mengen im Handel sorgen für niedrige Preise. Der Handel könnte mehr verkaufen, doch sommerlichen Temperaturen schränken die Lagermöglichkeiten ein.

Der deutsche Kopfsalat bekommt starke Konkurrenz aus niederländischen Gewächshäusern. Bei Eissalat kommen auch die ersten Chargen aus den Niederlanden in Köln an. Die Preise gehen weit auseinander. Deutscher Kopfsalat wird auf Großhandelsebene zu fünf Euro je 12 Stück gehandelt. Knappe belgische Ware erzielt bis zu 19 Euro.

Auch bei Schlangengurken haben deutsche Herkünfte die Nase vorn. Die Preise orientieren sich lediglich am Platzangebot im Geschäft. Durch den Wechsel von Winter- auf Sommerpflanzung bei den Erzeugern gab es zu Saisonbeginn eine kleine Angebotsverknappung.

Jetzt rollen auch deutschen Tomaten an. Gute Farbe und Festigkeit verdrängen die Ware aus den Niederlanden und Belgien. Polen folgt Italien mit den ersten Kirschtomaten. Aus Spanien kommt nur ein spärliches Angebot.

Die Iberer können bei Zwiebeln punkten. Nahezu das gesamte Sortiment der Gemüsezwiebeln kommt aus den spanischen Anbauregionen und wird durch chilenische Importe komplettiert.

Pfirsische und Nektarinen erobern die Regale. Der Markt ist mit spanischen und itlainienischen Produkten gut versorgt. Die Nachfrage in Berlin ist so rege, dass sogar Raum für Verteuerungen vorhanden ist.

Roland Krieg

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